Am 24. Januar 2021, ca. 19:00 Uhr, ereignete sich in der Saarbrücker Straße in Friedrichsthal ein Raubdelikt unter Verwendung einer Schusswaffe zum Nachteil eines dortigen Lieferservice. Der 45-jährige Beschuldigte bedrohte zuerst eine Angestellte im Außenbereich, die gerade im Begriff war, das Lieferfahrzeug zu beladen, mit der mitgeführten Pistole und forderte sinngemäß die Aushändigung von Bargeld. Aufgrund des Umstandes, dass die Geschädigte den maskierten Beschuldigten anhand seiner Stimme sofort erkannte und die Handlung als „Scherz“ interpretierte, begab sich der 43-Jährige in das Innere des Restaurants.

Hier bedrohte der Täter ebenfalls diverse Angestellte unter Vorhalt der Waffe. Sein Versuch, Bargeld einzufordern, schlug hier neuerdings fehl. Nachdem auch von den weiteren Angestellten keine Reaktion erfolgte, sah der Täter von der weiteren Tatausführung ab und flüchtet ohne Geld von der Örtlichkeit. Eine privat vor Ort anwesende Polizeibeamtin der PI Sulzbach erfasste den Sachverhalt geistesgegenwärtig. Die Beamtin setzte noch während des Überfalls, von dem Täter unbemerkt, einen Notruf an ihre Kolleg*innen ab und verfolgte im weiteren Verlauf den flüchtenden Täter.

Im Zuge dieser Verfolgung übermittelte sie den jeweiligen Standort des Täters an ihre Kolleg*innen. Der 43-Jährige konnte so letztendlich im Stadtpark Friedrichsthal durch die hinzugerufenen Einsatzkräfte der PI Sulzbach widerstandslos festgenommen werden. Die Tatwaffe, eine Soft-Air-Pistole (sog. Anscheinswaffe), wurde bei dem Mann aufgefunden. Der bereits polizeilich in Erscheinung getretene Täter wurde nach der Festnahme der hiesigen Dienststelle zugeführt. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Versuchs der schweren räuberischen Erpressung wurde eingeleitet. Über den Erlass eines Untersuchungshaftbefehls wird noch entschieden.

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