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Bei der Frankreichstrategie steht das Saarland steht nun vor der vierten Phase der „Feuille de route“, die sich von 2023 bis 2025 erstreckt. In dieser Phase soll insbesondere die Vermittlung der Partnersprache im Fokus stehen. Europaminister Peter Strobel und Europastaatssekretär Roland Theis wollen das Sprachvermittlungsangebot für alle Saarländer ausbauen.

Europaminister Peter Strobel: „Wir wollen mehr niedrigschwellige Angebote für alle Bürger schaffen, die in ihrer Freizeit die Sprache der Nachbarn erlernen wollen, um die Möglichkeiten zum Austausch in der Großregion besser nutzen zu können. Wir wissen auch, dass es im beruflichen und unternehmerischen Umfeld einen hohen Bedarf an Fremdsprachenkenntnissen gibt. Das gilt für alle Bereiche: Vom Handwerk über den Einzelhandel und die Gastronomie bis hin zum medizinischen Bereich.“

Dazu sollen unter dem Motto „voulez-vous parler avec moi“ online-Angebote und Hybridformate unterstützt werden, die einen leichteren Zugang zum Sprachenerlernen schaffen und ohne Umwege viele Menschen erreichen können. “Das Leben und Arbeiten in der Grenzregion soll noch weiter erleichtert werden. Fremdsprachenkenntnisse eröffnen unseren Bürgern nicht nur kurz-, sondern auch langfristig neue Perspektiven – sei es beruflich oder privat. Der Austausch mit unseren Partnern und Nachbarn aus der Großregion ist für alle Beteiligten reichhaltig und gewinnbringend”, so Europastaatssekretär Roland Theis

Die Idee des Mitmachens spielt hier eine besonders zentrale Rolle. Auf dem Mitmachportal der Frankreichstrategie sollen Angebote von Französischen-Sprachkursen im Saarland gebündelt und für alle Interessierten leicht zugänglich gemacht werden. Perspektivisch soll es auch als Plattform zum Sprachenerwerb zur Verfügung stehen. So soll der Bekanntheitsgrad der Frankreichstrategie und des eigens dafür ins Leben gerufenen Mitmachportals gesteigert werden. Wichtige Partner sind hierbei die Volkshochschulen. Sie verfügen über das operative Know-How und einen großen Pool an Lehrkräften, um auch hybride Veranstaltungen anzubieten. So ist der Verband der Volkshochschulen des Saarlandes auf Fachebene in die zukünftige Konzeption eingebunden. Auch Angebote des Institut français sollen integriert werden.

Um dieses Vorhaben voranzubringen, kooperiert das Ministerium für Finanzen und Europa mit der Universität des Saarlandes. Prof. Dr. Claudia Polzin-Haumann (Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft: Angewandte Linguistik und Didaktik der Mehrsprachigkeit) und Ko-Direktorin des Instituts für Sprachen und Mehrsprachigkeit: „Aus unserer Forschung wissen wir, wie man das Lernen des Französischen so gestalten kann, dass es wirklich gelingt und die Motivation erhalten bleibt – oder zunächst einmal erst geweckt wird. Die Angebote sollten auf den regionalen Kontext abgestimmt und zielgruppenspezifisch gestaltet sein. Sie sollten auf innovative und zeitgemäße Weise das Französische thematisieren und die Menschen im Saarland zum Mitmachen aktivieren. Ganz wichtig ist es dabei, das Französische immer im Kontext weiterer Sprachen zu sehen.“

Ziel der Kooperation ist es, ausgehend von bestehenden Angeboten ein Gesamtkonzept zur Förderung der Mehrsprachigkeit der Saarländer im Rahmen der Frankreichstrategie zu entwickeln. Europaminister Strobel verweist darüber hinaus auf die gute Kooperation mit den Nachbarn: „Wir wollen unser Angebot mit den Konzepten der Deutschlern-Strategie in der Region Grand Est verknüpfen.“ Auch hierbei soll die neue Koordinationsstelle unterstützen. „Mit dem Kooperationsvertrag beschreiten wir den Weg in einen grenzüberschreitenden Raum der Mehrsprachigkeit, von dem wir alle profitieren werden“, so Strobel.

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