Hörsaal auf dem Geländes des UKS Homburg - Bild: Stephan Bonaventura
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Die Vorsitzende der Fraktion Saar-LINKE, Barbara Spaniol, fordert angesichts der zunehmend schwieriger werdenden Situation von studentischen Beschäftigten an saarländischen Hochschulen dazu auf, Verhandlungen für einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte aufzunehmen sowie eine Personalvertretung einzuführen.

Angesichts der derzeit steigenden Inflation, höherer Energiepreise und einem zu beobachtenden wachsenden Anteil von Studierenden als Kunden an Tafeln sei die Not unübersehbar. Spaniol dazu: „Zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium, viele finanzieren sich ihr Studium durch Minijobs in der Gastronomie. Fast ein Drittel dieser Jobs sind aufgrund der anhaltenden Pandemie verloren gegangen. Bei manchen bricht auch die finanzielle Unterstützung durch die Eltern weg oder fällt geringer aus.”

Viele Studierende stünden wegen der Corona-Krise nun schon das vierte Semester ohne Nebenjob und Zusatzverdienste da. Die Hürden für die Überbrückungshilfen des Bundes seien nach wie vor hoch. Der Höchstbetrag von 500 Euro decke die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten der Studierenden “nicht einmal annähernd”, deshalb müsse es schnellstens Verbesserungen beim Bafög geben, damit Studierende unbürokratisch mehr Unterstützung erhalten.

Darüber hinaus arbeiteten viele Studierende als wissenschaftliche oder studentische Hilfskräfte an saarländischen Hochschulen. Deren Arbeitsalltag sei geprägt durch tariflich nicht geregelte Arbeitsbedingungen und fehlende Mitbestimmung. Die Fraktion Saar-LINKE habe daher zu den Arbeitsbedingungen studentischer Beschäftigte an saarländischen Hochschulen eine Anfrage an die Landesregierung gestellt und möchte über die Vergütungen, Arbeitszeiten und Vertragslaufzeiten genauere Auskünfte. „Wir müssen die Studierenden in der derzeitigen Pandemie-Situation unterstützen. Dazu gehört auch eine Stärkung ihrer Mitbestimmung sowie eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen mit einem Tarifvertrag“, betont Spaniol.

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