Bild: Taken/Pixabay

Die FDP Saar begrüßt die Bestrebungen des Bildungsministeriums, ab dem 08.03.21 auch die weiterführenden Schulen im Saarland zu öffnen. „Dazu braucht es aber unter den aktuellen Infektionsbedingungen ein ausgereiftes Hygienekonzept. Dazu gehört neben den AHA+L Regeln mithilfe von Lüftungsgeräten auch ein funktionierendes Testkonzept,“ meint Heike Müller, familienpolitische Sprecherin der FDP Saar.

„Die Voraussetzungen dafür scheinen bei Weitem noch nicht geschaffen zu sein, wie sich bei den Grundschulen gezeigt hat. Die Bereitstellung der versprochenen Schnelltests und die mit ihnen verbundene Organisation des medizinischen Personals, die Planung des konkreten Ablaufs der Testungen in den Räumen der Schule und auch die juristischen Vorkehrungen zu den Einwilligungserklärungen sind bislang durch das Ministerium für Bildung nur sehr unzulänglich bis gar nicht erfolgt. Der Unmut der Lehrerinnen und Lehrer darüber ist sehr groß. Da muss dringend nachgebessert werden, um die Gesundheit der Lehrkräfte und der Schüler nicht zu gefährden und eine Ausweitung der Infektionen und damit erneute Schulschließungen zu vermeiden.“ An den Schulen muss medizinisches Fachpersonal vorgehalten werden oder es müssen mobile Testteams eingesetzt werden. Dazu könnten beispielsweise auch Medizinstudierende angefragt werden.

Das Hygienekonzept muss aber auch außerhalb des Schultors weitergedacht werden. Um das Infektionsgeschehen zu reduzieren muss der ÖPNV zu Schulbeginn dringend entlastet werden. „Dazu könnte der Schulbeginn für die Schüler zeitlich gestaffelt werden um Stoßzeiten zu vermeiden. Wir müssen in dieser Lage alle Möglichkeiten nutzen, um Infektionsquellen zu reduzieren. Das Recht unserer Kinder auf Bildung und der Gesundheitsschutz muss in Einklang gebracht werden, damit sie durch die entstehenden Defizite nicht zu den langfristigen Verlieren der Pandemie werden,“ so Müller abschließend.

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