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Nach Auffassung des stellvertretenden Landesvorsitzenden der FDP Saar, Dr. Helmut Isringhaus, muss im Bereich des Kinderschutzes im Saarland noch viel getan werden. So müssten unter anderem Nachsorgekonzepte für Betroffene „schnellstens“ etabliert werden.

„Es ist zwar begrüßenswert, dass Ministerin Bachmann einige Punkte im Bereich des Kinderschutzes angestoßen hat, aber es ist noch viel zu tun. Das Hauptproblem ist die völlig unzureichende Personalisierung sowohl der Jugendämter als auch der Einrichtungen“, so Isringhaus.

Eine Fortbildungsoffensive für Erzieher sei zwar wichtig, helfe aber wenig, wenn dieser Bereich so unterpersonalisiert sei, dass im Alltag Konzepte gar nicht umgesetzt werden könnten. Auch im Bereich der Prävention muss laut des FDP-Politikers wesentlich mehr getan werden. Schutzkonzepte hätten in den vergangenen drei Jahren nicht nur eingefordert, sondern auch umgesetzt werden müssen.

„Es müssen zudem grundlegende Nachsorgekonzepte und traumatherapeutische Angebote für betroffene Kinder und Jugendliche entwickelt und schnellstens implementiert werden. Auch digitale Beratungsangebote sind weiter auszubauen und zu qualifizieren, um den Kindern den Weg zur Hilfe zu erleichtern. Insgesamt muss in dem gesamten Bereich der Kinder- und Jugendhilfe eine Kultur des Hinsehens und des Handelns entstehen. Auch das Amt des Kinderschutzbeauftragten muss mit ausreichenden Kompetenzen ausgestattet werden und darf nicht zu einem Versorgungsposten für Parteifreunde werden“, so Isringhaus.

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