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Nicht das reine Lebensalter, sondern die tatsächlich geleistete Arbeitszeit soll künftig darüber entscheiden, wann jemand in Rente gehen kann. Diese Forderung stellt die FDP Saar ins Zentrum ihrer Position zur laufenden Rentendebatte. Ausgangspunkt ist ein Diskussionsbeitrag von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD), den die Liberalen ausdrücklich begrüßen.

Wer jahrzehntelang gearbeitet und Beiträge gezahlt habe, verdiene Respekt und Planungssicherheit, so der Grundgedanke, den die FDP der Regierungschefin zugutehält. Die Vorschläge der Rentenkommission wertet die Partei als brauchbare Basis für eine überfällige Modernisierung des Systems. Doch bei dieser Zustimmung bleibt es nicht.

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„Es ist richtig, dass eine Expertenkommission Vorschläge erarbeitet. Ebenso richtig ist aber, dass am Ende Parlamente darüber beraten und ggf. Änderungen vornehmen“, betont Landesvorsitzende Angelika Hießerich-Peter. Gerade beim Renteneintritt solle man nicht stur auf das Alter blicken, sondern die geleistete Lebensarbeitszeit in den Vordergrund stellen. Die Partei erinnert daran, dass sie diese Linie seit Jahren vertritt.

Dahinter steht der Gedanke, Menschen stärker nach ihrer individuellen Erwerbsbiografie zu bewerten. Wer früh ins Berufsleben eingestiegen sei und über Jahrzehnte eingezahlt habe, dürfe nicht schlechter dastehen als jemand, der deutlich später begonnen habe. „Nicht jeder Berufsweg ist gleich. Deshalb brauchen wir mehr Generationengerechtigkeit im Rentensystem“, so Hießerich-Peter.

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Sie verweist auf den Unterschied zwischen einem Start mit 17 oder 18 Jahren und einem Berufseinstieg nach langem Studium. Dieser Unterschied müsse sich beim Renteneintritt widerspiegeln. Zugleich stellt sie klar, dass Leistungsbereitschaft in jedem Lebensmodell gleichermaßen vorhanden sei.

Deutliche Kritik richtet die FDP Saar an die Berliner Koalition. Der demografische Wandel verlange Antworten, und zwar jetzt. Die Partei fordert eine langfristig tragfähige Rentenpolitik: einen Renteneintritt, der sich stärker an der steigenden Lebenserwartung orientiert, die Rückkehr des Nachhaltigkeitsfaktors sowie mehr kapitalgedeckte private und betriebliche Vorsorge.

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Hießerich-Peter schließt sich der scharfen Wortwahl von FDP-Generalsekretär Martin Hagen an: „Es herrscht Rentenchaos in der Bundesregierung. Wenn sich die Debatte auf einen Kuhhandel reduziert, Rente gegen Minijobs, dann ist das ein Armutszeugnis für die Koalitionäre und unser Land.“ Es gehe um die Zukunft aller Generationen, nicht um den Machterhalt von CDU, CSU und SPD.

Die Botschaft der Liberalen bleibt dabei zweigeteilt: Reformen sollen nicht verhindert, sondern verbessert werden. „Wir sollten die Diskussion nutzen, um ein Rentensystem zu schaffen, das Leistung anerkennt, den Menschen Planungssicherheit gibt und zugleich auch für kommende Generationen tragfähig bleibt“, so die Landesvorsitzende. Fairness, Eigenverantwortung und Generationengerechtigkeit sollen dabei zusammenkommen.

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