Wer am ersten Septemberwochenende auf die Autobahn muss, sollte Geduld einpacken. Trotz des nahenden Ferienendes rechnet der ADAC mit einer hohen Staugefahr auf den deutschen Fernstraßen. Der Grund liegt vor allem im Rückreiseverkehr, der das Wochenende vom 4. bis 6. September prägen dürfte.
Bundesweit sind die Sommerferien inzwischen vorüber – Ausnahmen bilden lediglich Bayern und Baden-Württemberg. Genau diese Konstellation sorgt für ein doppeltes Verkehrsaufkommen. Während zahlreiche Urlauber von den Küsten und aus dem Süden zurück ins Binnenland streben, zieht es viele Reisende aus den beiden Südländern weiterhin Richtung Berge und Meer. Besonders am Freitagnachmittag und -abend dürften sich die Verbindungen deshalb spürbar füllen.
Kommt am Samstagvormittag schönes Wetter hinzu, mischt sich der Ausflugsverkehr unter die Reisenden. Vor allem die Routen in Richtung Alpen, Mittelgebirge, Küsten und Seen geraten dann unter Druck. Am Samstag- und Sonntagabend verlagert sich das Geschehen wieder auf die Rückreisestrecken. Zusätzlich bremsen rund 1000 Baustellen den Verkehrsfluss auf den Autobahnen aus.
Die Liste der besonders staugefährdeten Strecken ist lang. Betroffen sind unter anderem die A1 zwischen Lübeck und Köln, die A3 von Oberhausen bis Passau sowie die A7 auf ganzer Länge zwischen Flensburg und Füssen. Auch die klassischen Süd-Achsen wie die A8 zwischen Karlsruhe und Salzburg oder die A9 von Berlin nach München zählen zu den neuralgischen Punkten. Hinzu kommen der Berliner Ring, der Autobahnring München und die Verbindungen in die Alpenregion wie die A95 und die A96.
Auch jenseits der Grenzen bleibt die Lage angespannt. In Österreich stauen sich die Fahrzeuge vor allem auf der Tauern-, der Inntal- und der Brenner Autobahn, ebenso auf der Fernpass- und der Arlbergstraße. In der Schweiz gelten die Gotthard-Route und die San-Bernardino-Route als besonders anfällig, in Italien vor allem die Strecken über Mailand nach Genua sowie die Brennerroute. Wer nach Deutschland zurückkehrt, muss zudem wegen der Grenzkontrollen mit Wartezeiten rechnen.
Der ADAC empfiehlt Autofahrern, sich vor dem Start über die aktuelle Verkehrslage zu informieren und an Baustellen die Aufmerksamkeit hochzuhalten. Verengte Fahrstreifen, Tempolimits und einspurige Verkehrsführungen erfordern eine vorausschauende Fahrweise. Im Stau selbst raten die Experten dazu, ausreichend Abstand zu halten und auf unnötige Spurwechsel zu verzichten.


















