Symbolbild
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Die Bilder aus Berlin mit tagelang ausgefallener Stromversorgung haben auch im Saarland eine Debatte ausgelöst. Nach dem Anschlag auf ein Umspannwerk in der Hauptstadt stellt sich die Frage, wie gut die eigene Infrastruktur gegen ähnliche Angriffe geschützt ist – und wie schnell im Ernstfall wieder Strom fließen würde.

Die FDP Saar nimmt die Vorfälle in Berlin zum Anlass, die Landesregierung nach dem Stand der Vorsorge im Saarland zu fragen. In der Hauptstadt waren nach einem gezielten Angriff auf die Stromversorgung bis zu 50.000 Menschen über mehrere Tage ohne Elektrizität und damit ohne Licht und Heizung. Aus Sicht der Liberalen zeigt dieser Fall, wie verwundbar zentrale Netzknoten sind und welche Folgen ein Ausfall für den Alltag der Bevölkerung haben kann.

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Besonders kritisch sehen die Freien Demokraten die Dauer der Reparaturarbeiten in Berlin. Während dort mehrere Tage vergingen, bis die Versorgung wiederhergestellt war, verweisen sie auf die Ukraine, die trotz täglicher Angriffe auf ihre Energieinfrastruktur häufig innerhalb weniger Stunden oder spätestens nach einem Tag zumindest eine provisorische Stromversorgung organisiert. Vor diesem Hintergrund sprechen sie von einer weiteren „Berliner Peinlichkeit“ und richten den Blick auf die eigene Region.

Konkret will die FDP Saar von der Landesregierung wissen, wie es „zwischen Mosel und Blies“ um den Schutz der kritischen Infrastruktur bestellt ist. Ein lückenloser Schutz von Fernleitungen und Umspannwerken sei zwar nicht realistisch, doch im Mittelpunkt steht für die Partei die Frage nach der Vorbereitung auf einen möglichen Anschlag. Die Landesvorsitzende Angelika Hießerich-Peter möchte geklärt wissen, ob das Saarland auf ein solches Szenario eingestellt ist und welche Maßnahmen für den Notfall bereitstehen.

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Dabei geht es der FDP vor allem um die größeren Verdichtungsräume im Land. Genannt werden der Regionalverband Saarbrücken sowie der Raum Dillingen/Saarlouis. Für diese Ballungsräume interessiert die Partei, ob es konkrete Notfallpläne für den Fall eines Angriffs auf die Strominfrastruktur gibt. Aus ihrer Sicht braucht es dafür zwei zentrale Bausteine: zum einen vorbereitete Möglichkeiten, Energieflüsse umzuleiten, zum anderen schnell verfügbare Technikteams und Maschinen, um beschädigte Anlagen zügig reparieren zu können.

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Die Liberalen betonen, dass die Versorgung mit Licht und Wärme im Ernstfall möglichst innerhalb weniger Stunden wieder anlaufen sollte und nicht erst nach Tagen. Vor diesem Hintergrund fordert die Partei von der Landesregierung eine klare Strategie für den Schutz und die schnelle Wiederherstellung der kritischen Infrastruktur im Saarland. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Innenminister Reinhold Jost sollen nach dem Willen der FDP darlegen, wie das Land auf mögliche Angriffe vorbereitet ist und welche Schritte gegebenenfalls noch notwendig sind.

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