Der FC 08 Homburg steht am Samstag vor einer seiner schwierigsten Aufgaben der Saison. Am 11. Spieltag der Regionalliga Südwest gastieren die Grün-Weißen beim souveränen Tabellenführer SGV Freiberg, der nach zehn Spielen mit neun Siegen und einem Unentschieden unangefochten die Liga anführt. Anstoß im Freiberger Wasenstadion ist um 14 Uhr.
Nach vier Unentschieden in Serie beendete der FCH am Dienstagabend seine Durststrecke. Auch wenn spielerisch viel Luft nach Oben blieb: beim 2:0-Heimerfolg gegen Schott Mainz belohnten sich die Grün-Weißen endlich wieder für ihren Einsatz. „Es war wichtig, dass wir uns für unseren Aufwand mal belohnen“, erklärte Trainer Roland Seitz, der nun auf einen erneuten Mutmacher setzt. Mit 14 Punkten liegt Homburg aktuell auf Rang sieben – ein Platz im Niemandsland, aber mit der Chance, durch ein Ausrufezeichen beim Ligaprimus wieder näher an die oberen Ränge heranzurücken.
Die Hürde könnte kaum höher sein. Freiberg hat nach einem großen Umbruch im Sommer sofort durchgestartet, neun Spiele in Serie gewonnen und dabei sowohl den besten Sturm (32 Tore) als auch die stabilste Defensive (8 Gegentreffer) der Spielklasse gestellt. „Das Beste, was die Liga aktuell zu bieten hat“, urteilt Seitz über seinen Ex-Verein. „Wir haben nichts zu verlieren – aber jeder will ihnen die erste Niederlage beibringen. Am Samstag haben wir die Chance.“ Besonders im Fokus stehen Ex-Homburger Leon Petö (6 Treffer) und Marius Köhl (5 Tore), die offensiv bislang den Unterschied machen. Marco Kehl-Gomez, Herz und Kopf des Freiberger Spiels, wird allerdings nach seiner roten Karte am Samstag fehlen.
Personell bleibt die Lage angespannt. Neben den Langzeitverletzten Hilal El-Helwe und Michael Heilig fehlen auch Nils Röseler und Tim Littmann. Dazu steht Manuel Kober nach seinem Zusammenbruch zuletzt nicht zur Verfügung. Fraglich sind zudem Torhüter Michael Gelt nach einer Zahn-OP sowie Frederic Baum (krank). Seitz gibt sich dennoch kämpferisch: „Uns fehlen einige, aber die 15 Feldspieler, die wir haben, sind gut genug.“ Für Armend Qenaj, der gegen Mainz den späten Schlusspunkt setzte, ist die Partie besonders brisant – bis zum Sommer trug er noch das Trikot der Freiberger. „Es wird ein hartes Duell, beide wollen gewinnen. Aber wir wollen meinen Ex-Verein ärgern und die Punkte mitnehmen“, erklärte er.
Die Bilanz spricht nicht für Homburg. In sechs Begegnungen seit dem Freiberger Aufstieg gelang nur ein einziger Sieg, ein 5:1 im Waldstadion 2022/23. Auswärts in Freiberg holte der FCH bislang keinen Punkt. Umso größer wäre die Signalwirkung, wenn es diesmal gelingt – zumal der Tabellenführer zuletzt beim 1:1 gegen die Stuttgarter Kickers erstmals Federn ließ.























