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Mehr als 1,5 Millionen Menschen nutzen sie bereits, jetzt wird die i-Kfz-App um eine Funktion erweitert, die vor allem Betriebe aufhorchen lassen dürfte: Seit dem 3. März 2026 lässt sich der digitale Fahrzeugschein auch per QR-Code in die Anwendung übertragen. Damit entfällt für Unternehmen, Handwerksbetriebe und Fuhrparkbetreiber die bislang zwingende Identifikation über die eID-Funktion des Personalausweises – ein Schritt, der die Verwaltung ganzer Fahrzeugflotten erheblich vereinfacht.

Bisher konnten Fahrzeughalterinnen und -halter ihre Zulassungsbescheinigung Teil I ausschließlich über die elektronische Ausweisfunktion in der App hinterlegen. Gerade für Firmen mit mehreren Dienstwagen und wechselnden Fahrerinnen und Fahrern stellte das eine praktische Hürde dar, denn jede einzelne Person benötigte Zugang zu den eID-Daten. Der neue Weg funktioniert anders: Am Ende eines digitalen Zulassungsvorgangs über die jeweiligen i-Kfz-Portale wird automatisch ein QR-Code erzeugt. Diesen scannen Beschäftigte mit ihrem Smartphone, und der Fahrzeugschein landet direkt in der App – ohne zentrale Personalausweisdaten, ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand.

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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder ordnete die Neuerung als logische Weiterentwicklung einer ohnehin erfolgreichen Anwendung ein. „Die i-Kfz-App entwickelt sich mit mehr als 1,5 Millionen Nutzerinnen und Nutzern zu einer der erfolgreichsten digitalen Anwendungen in der Verwaltung Deutschlands“, sagte er. Der QR-Code anstelle der eID-Daten eröffne vor allem Unternehmen neue Möglichkeiten, weil sich mehrere Fahrzeugscheine so deutlich einfacher bei mehreren Fahrerinnen und Fahrern verwalten ließen. Besonders hob Schnieder hervor, dass die App vollständig barrierefrei zertifiziert sei – „ein wichtiger Schritt, um allen Menschen den Zugang zu wichtigen Mobilitätsdokumenten zu erleichtern“.

Auch Richard Damm, Präsident des Kraftfahrt-Bundesamtes, betonte den Mehrwert der Erweiterung. „Die Anwendung des QR-Code vereinfacht die Übertragung von Zulassungsdaten für Unternehmen und Fuhrparkbetreiber sowie alle Fahrzeughalterinnen und -halter, unkompliziert und ohne zentrale Personalausweisdaten“, erklärte Damm. Die Nutzerfreundlichkeit werde dadurch erhöht, gleichzeitig stärke man mit dieser barrierefreien Lösung die digitale Infrastruktur Deutschlands.

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Die Barrierefreiheit der App ist dabei mehr als ein Randaspekt. Als erste Anwendung in Deutschland hat die i-Kfz-App die Zertifizierung nach der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung, kurz BITV 2.0, vollständig bestanden. Das bedeutet konkret: Die Bedienoberfläche erfüllt höchste Anforderungen an verständliche Nutzerführung und ist so gestaltet, dass Menschen mit unterschiedlichsten Einschränkungen sie problemlos verwenden können. In einer Zeit, in der digitale Verwaltungsangebote zunehmend analoge Behördengänge ersetzen, setzt das ein deutliches Signal.

Das Bundesverkehrsministerium will den eingeschlagenen Kurs konsequent fortsetzen. Die Digitalisierung von fahrer- und fahrzeugbezogenen Dokumenten steht weit oben auf der Agenda. Konkret befindet sich bereits der digitale Führerschein in der Entwicklung. Voraussichtlich Ende 2026 soll auch er über die i-Kfz-App abrufbar sein. Damit würde die Anwendung perspektivisch zum zentralen Ort für die wichtigsten Mobilitätsdokumente auf dem Smartphone – vom Fahrzeugschein bis zur Fahrerlaubnis.

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Die i-Kfz-App steht sowohl im Google Play Store als auch im Apple App Store zum Download bereit. Wer den digitalen Fahrzeugschein per QR-Code nutzen möchte, benötigt lediglich eine aktuelle Version der App sowie einen über die i-Kfz-Portale abgeschlossenen digitalen Zulassungsvorgang.

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