Homburgs Trainer Roland Seitz setzt auf eine Überraschung: ,,Klar ist Kiel als Zweitligist der Favorit. Aber in den 32 anstehenden Partien spielt Klein gegen Groß und bisher gab es auch schon in der ersten Runde immer wieder einige Überraschungen.“ Darauf setzt auch Markus Mendler, der Außen-Offensivspieler des FC Homburg denkt diesbezüglich nur zu gerne an die Saison 2023/24 zurück. In der ersten DFB Pokalrunde musste Bundesligaaufsteiger SV Darmstadt 98 beim FC Homburg ebenso mit 0:3 die Segel streichen, wie auch Zweitligist Spielvereinigung Greuther Fürth, der sich mit einer 1:2-Niederlage in der zweiten Runde verabschiedete. Erst im Achtelfinale war für die Grün-Weißen mit einer 1:4-Niederlage gegen den FC St. Pauli Endstadion im DFB-Pokal 2023/24. „Im Pokal ist alles möglich, wie man vor zwei Jahren sehen konnte. Wir sind jedenfalls sehr heiß auf die nächste Überraschung.“, so Mendler.
Und auch FCH-Trainer Rolad Seitz hatte bereits sein persönliches DFB-Pokalerlebnis. Mit Regionalligist Eintracht Trier hatte er als Coach den Zweitligisten FC St. Pauli 2011 im Moselstadion mit 2:1 aus der ersten Runde geworfen. „Mal sehen , wasnun am Sonntag uns gelingen kann.“ Personell könne er fast aus den Vollen schöpfen. Aus dem jüngsten Spiel in der Regionalliga Südwest beim SC Freiburg II kamen keine Ausfälle dazu. Außer den Langzeitverletzten Hilal El-Helwe (Sprunggenke) und Michael Heilig (Aufbau nach Kreuzbandriss) stehen alle Spieler seines Kaders zur Verfügung. Die Frage nach taktischen Änderungen in der Startelf gegenüber dem letzten Punktspiel beantwortet der 60-Jährige am Donnerstagfrühnachmittag so: „Bis Sonntag kann noch einiges passieren. Wir warten es ab, ob man im Trainerteam dazu noch den einen oder anderen Gedanken dazu hat.“
Indessen liefen in den vergangenen Tagen die Vorbereitungen im und um das Homburger Waldstadion für das Match am Sonntag auf Hochtouren. Im Stadion galt es sämtliche Werbeangebote des FCH in der Regionalliga durch die DFB-Pokalsponsoren zu ersetzen.
Ein Zuschauermagnet wird die Partie nicht. Schuld ist nicht nur der Gegner, sondern besonders der ungünstige Austragungszeitpunkt. Sonntag, 18 Uhr, ist auch für die Gästefans aus dem hohen Norden – erwartet werden 800 bis 900 Fans des KSV Holstein Kiel – mehr als ungünstig, wie Geschäftsführer Rafael Kowollik erklärt. „Am nächsten Tag beginnt die Schulzeit und viele Eltern können dann mit ihren Kindern nicht kommen, weil der erste Schultag am nächsten Morgen beginnt und sie zu spät von unserem Pokalspiel wieder nach Hause kommen.“ Bisher sind rund 3500 Karten im Vorverkauf weg. Karten gibt es auch am Spieltag noch in allen Kategorien. Der FC Homburg rechnet mit 4000 bis 5000 Besucher.
Die Tageskassen öffnen um 16 Uhr. Ab 16.30 Uhr ist Einlass ins Homburger Waldstadion. Wegen mangelnder Parkplätze rund ums Homburger Waldstadion, gesperrt für parkende Autos sind die Untere Allee, Obere Allee und Kraepelinstraße, wird um rechtzeitige Anreise gebeten und wenn möglichst zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr anzureisen.





















