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Ein Meilenstein in der Wasserversorgung: Der Bau des neuen Hochbehälters “Sonne” in Walsheim beginnt und verspricht eine verbesserte Versorgungssicherheit für die Region. Mit innovativer Edelstahlbauweise und einem Fassungsvermögen von 1,5 Millionen Litern Trinkwasser wird dieser Hochbehälter zukünftig rund 5.500 Menschen versorgen. Die Fertigstellung ist für November 2024 geplant.

Zu einem Meilenstein in der gemeindlichen Wasserversorgung dürfte der Bau des neuen Hochbehälters Sonne in Walsheim werden. „Mit der gewählten Edelstahlbauweise gehört der neue Hochbehälter zu den ersten Trinkwasserspeichern dieser Art in unserem Versorgungsgebiet“, so Geschäftsführer Jürgen Bach. Die Verbesserung der Versorgungssicherheit war der Auslöser für diese vom Aufsichtsrat beschlossene Maßnahme, welche die beiden Bürgermeister Michael Clivot und Bernd Hertzler unterstützt haben.

Die Arbeiten haben am 2. Mai 2023 mit der Einrichtung der Baustelle begonnen. Als Erstes wird das Telefonkabel der Gemeinde Gersheim, das von Bliesdalheim nach Gersheim verläuft, umverlegt. Es werden 1.200 m² Oberboden bewegt und ca. 2.550 m³ Erdmasse für die Baugrube ausgehoben.

Weiter geht es mit dem Betonieren der Bodenplatte sowie des Rohrkellers. Nach Fertigstellung der Betonarbeiten wird die wärmeisolierte Stahl-Halle mit Holzverkleidung aufgebaut. Im Anschluss folgt der Innenausbau.

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Im Mai 2024 beginnt der Bau der beiden Edelstahltanks, die vor Ort hergestellt werden. Dazu wird das Stahlblech von einer Rolle (Coil) abgespult, die Bodenbleche verschweißt und dann schraubt sich der Mantel des Behälters spiralförmig in die Höhe. Die Verbindungsstöße werden maschinell mit einem Schweißroboter verschweißt. Zur Ausstattung gehört eine Behälterreinigungsanlage, bei der ein hydraulisch eigenangetriebenes, rotierendes Düsensystem sich vertikal im Zentrum des Behälters auf und ab bewegt und die Behälterinnenwände mit Hochdruck absprüht. Durch diese zusätzliche Ausrüstung kann das Betreten des Speichers bei Reinigungsarbeiten weitestgehend entfallen.

Bis November 2024 soll der Hochbehälter fertig sein, wobei ein Großteil des, bei den Arbeiten anfallende Erdaushubs später wieder für das Anlegen der Böschungen sowie die Verfüllung des Arbeitsraums verwendet werden soll. Das Gebäude, das dem Aussehen einer Feldscheune nahekommt, wird sich am Ende sehr harmonisch in das Waldumfeld einfügen. “Die Baufahrzeuge gelangen über Feld- und Waldwege an die Baustelle. Der öffentliche Straßenverkehr wird dadurch nicht behindert. Der Schutz der Natur- und Tierwelt liegt uns dabei am Herzen. Die Baumaßnahmen werden mittels einer landschaftspflegerischen Begleitplanung überwacht und die Störungen auf das erforderliche Minimum begrenzt. Dabei setzten wir Ausgleichsmaßnahmen zur Wiederaufforstung und zur Umsiedlung von Tieren, wie z. B. Vögel, Fledermäuse und Haselmaus, nach den Vorgaben von Experten um.”

Geschäftsführer der Stadtwerke Jürgen Bach, Bürgermeister Michael Clivot (Gersheim), Bürgermeister Bernd Hertzler (Blieskastel) v.r.n.l. – Foto: Max Karbach | Gemeinde Gersheim

Für das gesamte Versorgungsgebiet Gersheim, das sich von Rubenheim über Herbitzheim und Bliesdalheim bis nach Walsheim, Gersheim, Niedergailbach und Reinheim erstreckt, ergibt sich ein maximaler Tagesbedarf an Trinkwasser von 1.190 m³. Hinzukommen noch 200 m³ Löschwasservorrat und ca. 60 m³ für das Wochenendgebiet Walsheim und Haus Sonne. Es errechnet sich also ein Gesamt-Tagesbedarf von 1.450 m³, daher haben wir ein Behältervolumen von ca. 1.500 m³ geplant.

Der neue Hochbehälter „Sonne“ stellt also täglich 1,5 Millionen Liter Trinkwasser für die Versorgung von rund 5.500 Menschen zur Verfügung.

Das Speichervolumen des Behälters wird in zwei getrennte Kammern mit jeweils ca. 750 m³ aufgeteilt. So sind die Reinigung und Wartung während des Betriebs möglich. Die Bauwerksabmessungen ergeben sich aufgrund des notwendigen Speichervolumens. Das Gebäude hat eine Länge von 33 m, eine Breite von 17,10 m und eine Höhe von ca. 12,40 m.

Durch den 40 m höheren Standort des Neubaus verbessert sich die Versorgungssituation in den höher gelegenen Straßenzügen des gesamten Versorgungsnetzes erheblich.

„Durch den Neubau des Hochbehälters wird die Trinkwasser- sowie die Löschwasserversorgung langfristig, auch für nachfolgende Generationen gesichert. Die Investition von ca. 3,5 Mio. €, einschließlich der Verbindungsleitungen zum Wasserrohrnetz in Walsheim und Herbitzheim ist eine wichtige Investition in die Zukunft“, so die beiden Bürgermeister Michael Clivot und Bernd Hertzler.

Und weiter: “Die Arbeiten an der Infrastruktur der Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung finden zumeist unbemerkt statt. Nur über stetige Investitionen können die Ansprüche an die hohe Qualität und die Versorgungssicherheit gewährleistet werden, die unsere Kundinnen und Kunden von uns erwarten – heute und in der Zukunft.”

Sind die Bauarbeiten abgeschlossen, werden die bestehenden Hochbehälter Rubenheim, Bliesdalheim, beide Baujahr 1930 und Walsheim, Baujahr 1965 außer Betrieb genommen und zurückgebaut.

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