Foto: Carmen John

Glühwürmchen, die im Dunkeln des Pfälzerwaldes ihr Licht versprühen, ein selbst entfachtes Lagerfeuer und frisch gegrillte Calzone unter freiem Himmel: Beim Familien-Wildnis-Camp der „Jungen Biosphäre“ verbrachten am vergangenen Wochenende zahlreiche Familien zwei Tage fernab des Alltags. Auf dem Zeltplatz des Pfälzerwaldvereins in Kirkel hatte die Koordinierungsstelle für nachhaltige Jugendarbeit des Saarpfalz-Kreises ein Programm zusammengestellt, das Naturerlebnis und Gemeinschaft verband.

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen blieb es im Wald angenehm kühl. Genau diese Bedingungen nutzten die Teilnehmenden, um unter der Leitung der Umweltpädagogen Christian Kirsch und Tanja Klein die Tier- und Pflanzenwelt des Biosphärenreservats zu erkunden. Wanderungen und naturpädagogische Aktionen luden Kinder wie Erwachsene dazu ein, ihre Umgebung mit allen Sinnen zu erfassen.

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Zu den eindrücklichsten Stationen zählte ein Parcours mit verbundenen Augen. Ohne den gewohnten Blick auf die Welt mussten sich die Familien ganz auf ihr Gehör, ihren Tastsinn und ihr Vertrauen verlassen. Daneben standen handfeste Fertigkeiten auf dem Plan: Schnitzen gehörte ebenso dazu wie das Feuermachen. Jede Familie entzündete dabei zunächst ihr eigenes Feuer, ehe die einzelnen Flammen zu einem großen Gemeinschaftsfeuer zusammengeführt wurden.

Foto: Carmen John

An dieser zentralen Feuerstelle wurde später auch gekocht. Die frisch gegrillte Calzone bildete nach einem erlebnisreichen Tag den passenden Ausklang. Für viele Teilnehmende blieb jedoch ein anderer Moment besonders in Erinnerung: Bei der Nachtwanderung durch den dunklen Wald ließen sich zahlreiche Glühwürmchen beobachten – ein Naturschauspiel, das vielfach als Höhepunkt des Camps genannt wurde.

Neben den praktischen Erfahrungen ging es vor allem um das Miteinander von Eltern und Kindern sowie um einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Erste Survival-Fähigkeiten wurden auf anschauliche Weise vermittelt, ohne dass der Spaß am gemeinsamen Entdecken zu kurz kam.

Landrat Frank John lobte die Veranstaltung: „Das Familien-Wildnis-Camp verbindet Naturerlebnis, Umweltbildung und Gemeinschaft auf besondere Weise. Kinder und Erwachsene erfahren hier unmittelbar, wie wertvoll unsere Natur ist und wie viel Freude gemeinsames Entdecken und Lernen im Freien bereiten kann.“ Solche Angebote stärkten nicht nur das Umweltbewusstsein, sondern auch den Zusammenhalt in den Familien.

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Möglich wurde das kostenfreie Angebot durch die Förderung der Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken und Homburg Saarpfalz. Die eingesetzten Spendengelder stammen aus den Einnahmen des jährlichen Charity-Frühlingsballs beider Clubs und kommen gezielt Kindern und Jugendlichen in der Region zugute.

Präsidentin Angelika Thönnes vom RC Homburg-Zweibrücken und Präsident Jürgen Mössinger vom RC Homburg-Saarpfalz zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Sehr gerne unterstützen wir das wertvolle naturpädagogische Programm der ‚Jungen Biosphäre‘, und wir finden es großartig, dass bei diesem Wildniscamp gerade auch der integrative Gedanke mit berücksichtigt wurde.“

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