Dr. Nils Franke berichtet über die Historie vor Ort am ehemaligen Westwall. - Foto: Sandra Klingler
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Im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel hat Ende April eine zweitägige Fachtagung für Multiplikatoren zum Thema 
„Ökologisch. Demokratisch. Engagiert. Junge Menschen stark machen gegen Rechtsextremismus im Saarland“ stattgefunden.

Die Veranstaltung wurde vom Förderverein Ökologische Freiwilligendienste e. V. in Kooperation mit dem Saar-Pfalz-Kreis, der jungen Biosphäre, dem Adolf-Bender-Zentrum und dem ökologischen Bundesfreiwilligendienst durchgeführt. Das Besondere an dieser Veranstaltung war die aktive Beteiligung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In einem viertägigen Trainingsprogramm, das dieser Veranstaltung bereits im letzten Jahr vorausging, beschäftigten sich die jungen Menschen intensiv damit, wie sie rechtsextreme Botschaften im Naturschutz erkennen und sich wirksam dagegen positionieren können.

Bei der Fachtagung konnten die jungen Menschen ihre Expertise gemeinsam mit den Wissenschaftlern Dr. Nils Franke (Kulturwissenschaftler und Umwelthistoriker) der Universität Leipzig, Dr. Landry Carrier, Forscher an der SIRICE, Paris Sorbonne und dem namhaften Journalisten und Autor Andreas Speit an Multiplikatoren der nachhaltigen Bildungsarbeit weitergeben.

In vielen unterschiedlichen Vorträgen, Workshops und auch im Rahmen einer Exkursion am ehemaligen Westwall wurden die Teilnehmenden im Bereich Extremismus Prävention und Demokratiebildung gestärkt und ihnen neue Impulse und Formatideen für ihre Bildungsarbeit mitgegeben. Im abschließenden Feedback waren sich alle einig: „Die Veranstaltung war absolut gelungen!“

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„Zu immer wieder erkennbaren Versuche extrem ausgerichteter Interessengruppen, ob rechts oder links orientiert, Bewegungen und Projekte zu „unterwandern“ und in ihrem Sinne zu beeinflussen und zu steuern, macht es notwendig, gesellschaftlich aktiv engagierte Menschen, die sich in der Sache engagieren, für solche Versuche der Beeinflussung zu sensibilisieren und aufzuklären. Extrem rechts orientierte Menschen etwa kommen eben nicht mehr daher mit Bomberjacken und Springerstiefeln, sondern sie versuchen eher, durch ihr Äußeres nicht mehr aufzufallen, agieren zunehmend subtil und versuchen, einen auf harmlos zu machen. Ebenso gilt es, ihre Botschaften und Beeinflussungsversuche zu erkennen und offenzulegen, dies gilt eben auch für den Bereich des Naturschutzes“, so Landrat Dr. Gallo, der diese Fachtagung als sehr wertvoll erachtet.

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