Der Antibiotikaeinsatz und der Eintrag von Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft sollen bis Ende des Jahrzehnts halbiert, der chemische Düngemitteleinsatz um 20 Prozent bis 2030 reduziert werden.

Dies sind die Eckpunkte der von der EU-Kommission am Mittwochmittag (20.05) vorgestellten Strategie „From Farm to Fork“ („Vom Hof zum Teller“) und der EU-Biodiversitäts-Strategie. In diesem Zusammenhang soll bis 2030 europaweit der Anteil von Biolandbau auf 25 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ausgeweitet werden.

Der saarländische Umwelt und Verbraucherschutzminister, Reinhold Jost, der aktuell auch Vorsitzender der Agrarministerkonferenz ist begrüßt diesen Vorstoß der EU-Kommission ausdrücklich: „Wir können nur dringend dafür werben dem saarländischen Beispiel zu folgen. Schon heute sind wir mit unserem Anteil von knapp 19 Prozent Ökolandbau in Deutschland und der EU mit Abstand Spitzenreiter. Das Ziel von 25 Prozent haben wir bereits für 2025 ins Auge gefasst.“

Der Einfluss der konventionellen Landwirtschaft auf das Klima und die Artenvielfalt ist belegt. Vor diesem Hintergrund ist die Biodiversitäts-Strategie eine Wachstumsstrategie und müsse daher im ureigenen Interesse der Bäuerinnen und Bauern sein, heißt es in der EU-Kommission. Mit einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion in Europa sollen weltweite Standards gesetzt werden.

„Die Landwirtschaft ist langfristig auf Biodiversität und auch Klimaschutz angewiesen. Vor diesem Hintergrund müssen wir uns endlich von alten Reflexen verabschieden. Im Saarland haben wir die Vereinbarkeit von erfolgreicher Landwirtschaft mit angewandtem Natur- und Artenschutz unter Beweis gestellt. Der Umbau für eine nachhaltige Zukunft, in der die Versorgungssicher mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln gesichert ist, wird allen Beteiligten auch auf europäischer Ebene Vorteile bringen“, so Minister Reinhold Jost.

Dabei seien jetzt alle Interessengruppen gut beraten, die gesteckten Ziele anzugehen statt lange zu lamentieren. „Das betrifft sowohl die Landwirte, denen die Pläne zu weit gehen, als auch die Umweltverbände, die noch weitergehende Maßnahmen fordern.“

 

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