Symbolbild
Anzeige

Im Homburger Süden ist das Thema Betreuung seit Jahren ein Dauerthema. In Einöd, Ingweiler und Schwarzenacker berichten Familien immer wieder von Unsicherheit, wenn es um Plätze in Kita und Ganztagsschule geht – und damit um die Frage, wie sich Alltag und Beruf verlässlich organisieren lassen.

Auf diese Lage macht der Einöder Ulrich Fremgen aufmerksam. Ausgangspunkt ist ein Brandbrief des Trägers der Freiwilligen Ganztagsschule (FGTS) im Gemeindebezirk Einöd, der am 14. Februar in der Pfälzischen Merkur und der Saarbrücker Zeitung erschienen ist. Fremgen wertet das Schreiben als Hilferuf des FGTS-Teams an Eltern, Politik und die Homburger Verwaltung – zugleich aber nur als Spitze eines größeren Problems.

Anzeige

Nach seinen Angaben betrifft die Verunsicherung längst nicht nur die Nachmittagsbetreuung an der Grundschule. Als Beispiel nennt er den gescheiterten Kita-Neubau am Heidenhübel. Auch in den Kitas in Einöd und Schwarzenacker sieht Fremgen Schwierigkeiten, ebenso an der Grundschule in Einöd, bei der es um Erweiterungen und Sanierungsmaßnahmen gehe. Wenn zeitweise nicht nur einzelne, sondern zahlreiche Familien nicht wüssten, wie es mit der Betreuung weitergehe, müsse das aus seiner Sicht zu denken geben.

Fremgen erinnert daran, dass das Thema FGTS und der Platzmangel seit 2017 immer wieder im Ortsrat Einöd auf der Tagesordnung standen. Einen spürbaren Schritt der Verwaltung sieht er dennoch bis heute nicht. Dabei seien in den Jahren 2021 und 2022 von städtischer Seite bereits erhebliche Mittel für eine Erweiterung beziehungsweise Aufstockung der FGTS eingeplant worden. Auf Bitte der Verwaltung seien diese Gelder wegen großer Sanierungsprobleme an der Sonnenfeldschule jedoch dorthin umgeschichtet worden – verbunden mit dem Hinweis, dass die Mittel 2022 und 2023 erneut und unmittelbar von Stadt und Land für Einöd und die FGTS beantragt würden.

Anzeige

Nach der damaligen Zusage sollten die Pläne, die laut Fremgen nahezu fertig waren, rasch umgesetzt und mit der Erweiterung „unverzüglich“ begonnen werden. Passiert sei das nicht. Stattdessen habe sich der Containerstandort zwar unter schwierigen Bedingungen „eingespielt“, doch als dauerhafte Perspektive stellt Fremgen diese Lösung infrage.

Anzeige

Als weiteren Punkt führt der Einöder ein Grundstück an, das die Stadt 2023 in unmittelbarer Nähe zur Grundschule erworben hat. Aus seiner Sicht wartet die Fläche noch immer auf eine Überplanung – und damit auf eine Entscheidung, wie die wichtigen Einrichtungen im Homburger Süden künftig Platz finden sollen. Fremgen hofft auf mehr Verlässlichkeit, damit Familien im Gemeindebezirk Einöd, Ingweiler und Schwarzenacker nicht weiter im Unklaren bleiben.

Anzeige