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Symbolbild - Foto: Taylor Flowe
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Die Weichen für die digitale Zukunft der Schulen sind neu gestellt: Bund und Länder haben sich auf einen Digitalpakt 2.0 verständigt und damit den Rahmen für die nächsten Jahre der digitalen Bildung abgesteckt. Auch für das Saarland ist diese Einigung ein wichtiger Punkt, weil sie Planungssicherheit schafft und den begonnenen Ausbau an den Schulen fortführen soll.

Die politische Einigung wurde im Rahmen der 6. Bildungsministerkonferenz erzielt. Der neue Digitalpakt knüpft an den bisherigen DigitalPakt Schule an, führt ihn weiter und entwickelt ihn inhaltlich wie strukturell fort. Bundesweit stehen dafür 5 Milliarden Euro zur Verfügung, die je zur Hälfte von Bund und Ländern getragen werden. Der Bund greift dabei auf Mittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ zurück und stellt bis zu 2,5 Milliarden Euro bereit, die Länder steuern den gleichen Betrag bei.

Saarlands Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, die in der Kultusministerkonferenz als A-Koordinatorin eine zentrale Rolle spielt, ordnet die Vereinbarung deutlich ein: „Digitale Bildung ist keine Kür – sie ist Pflicht und eine der zentralen Zukunftsaufgaben unserer Bildungspolitik. Wir müssen anerkennen, dass die heutige Generation der Schülerinnen und Schüler in analogen, wie auch digitalen Welten leben. Was wir brauchen, und genau das spiegelt dieser Digitalpakt 2.0 wieder, betrifft den Aufbau digitaler Kompetenzen aller Lernenden an Schulen: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und multiprofessionelle Teams.“ Digitalisierung sei, so Streichert-Clivot weiter, „keine einmalige Förderung, sondern eine Daueraufgabe. Und wir wollen, dass alle Kinder – unabhängig von Schule, Region oder Herkunft – die gleichen Chancen auf digitale Bildung haben. Der Digitalpakt 2.0 ist dafür ein entscheidender Schritt – für gute Medienbildung, für zeitgemäßen Unterricht und für echte Zukunftschancen.“

Inhaltlich setzt der Digitalpakt 2.0 auf einen ganzheitlichen Ansatz, der Technik, Unterrichtsentwicklung und Qualifizierung miteinander verzahnt. Ein Schwerpunkt liegt auf der digitalen Ausstattung und der IT-Infrastruktur: Investiert werden soll in leistungsfähige Netze, schulisches WLAN, digitale Endgeräte, Lernplattformen sowie in professionelle IT-Administration und Supportstrukturen. Vereinfachte Förderverfahren, pauschale Mittelzuweisungen und weniger Bürokratie sollen dafür sorgen, dass die Mittel schneller bei den Schulen ankommen.

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Gleichzeitig rückt die pädagogische Seite stärker in den Fokus. Die Länder sollen eigenverantwortlich Schul- und Unterrichtsentwicklung vorantreiben und die Qualifizierung des pädagogischen Personals ausbauen. Ziel ist ein didaktisch sinnvoller und reflektierter Einsatz digitaler Technik im Unterricht, der Lernprozesse unterstützt und Schülerinnen und Schüler gezielt fördert. Ergänzt wird dies durch die Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“. Fünf Forschungscluster und eine zentrale Transferstelle sollen helfen, wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Bildungsforschung schneller in die Schulpraxis zu bringen und die Lehrkräftebildung gezielt weiterzuentwickeln.

Aus Sicht des Saarlandes ist besonders bedeutsam, dass der neue Pakt den Ländern mehr Gestaltungsspielraum einräumt. So können Maßnahmen gezielt an regionale Bedarfe angepasst werden, etwa mit Blick auf Schulstandorte im ländlichen Raum, auf einheitliche Qualitätsstandards oder auf die enge Verbindung von technischer Infrastruktur und pädagogischer Schulentwicklung. Die bereits aus dem bisherigen DigitalPakt Schule bekannten länderübergreifenden Vorhaben werden fortgeführt. Sie haben sich auch im Saarland als wichtige Instrumente für Kooperation, Standardsetzung und Qualitätssicherung bewährt; zugleich soll der bürokratische Aufwand verringert werden.

Mit der politischen Verständigung ist der Prozess allerdings noch nicht abgeschlossen. Nun folgt das formale Unterzeichnungsverfahren in Bund und Ländern. Ein vorzeitiger Maßnahmebeginn zum 1. Januar 2025 ist bereits vereinbart, sodass die neuen Förderungen ohne Unterbrechung an die bisherigen Programme anschließen können und Schulen ihre Digitalprojekte weiter planen und umsetzen können.

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