Hélène Zannier, Mitglied der französischen Nationalversammlung im Département Moselle, Christophe Arend, Co-Vorsitzender der deutsch-französischen Parlamentarischen Versammlung und Mitglied der französischen Nationalversammlung im Département Moselle, Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (v.l.n.r.) - Foto: MWAEV

Saarlands Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, der Co-Vorsitzende der deutsch-französischen Parlamentarischen Versammlung und Mitglied der französischen Nationalversammlung im Département Moselle, Christophe Arend, und seine Kollegin Hélène Zannier haben ein Unterstützungsschreiben für eine grenzüberschreitende Wasserstoffallianz unterzeichnet.

Derzeit läuft ein Interessenbekundungsverfahren beim Bundeswirtschaftsministerium um EU-Förderung für ein „Important Project of Common European Interest“ – kurz IPCEI – im Bereich Wasserstoff. Dabei handelt es sich um ein transnationales Vorhaben von gemeinsamem europäischen Interesse, das mittels staatlicher Förderung einen wesentlichen Beitrag zu Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie und Wirtschaft leistet.

Mit dem gemeinsamen Brief wenden sich Rehlinger, Arend und Zannier nun an die deutsche Bundesregierung, die französische Regierung sowie an die deutsch-französische Parlamentarierversammlung, und bitten um Unterstützung für dieses Wasserstoffprojekt.

Saarlands Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: „Wasserstoff-Leitprojekte wie dieses können eine starke Signalwirkung für die Wirtschaft entfalten und sind auch ein grenzüberschreitender Leuchtturm für die deutsch-französische Zusammenarbeit im Herzen Europas. Es ist eine wichtige Chance für ein technologisches Update für Industrie und Mobilität.“

Christophe Arend ergänzt: „Um die Zukunft abzusichern, haben die Akteure und die Industriellen unserer grenzüberschreitenden Region einen gemeinsamen Plan erschaffen zur nachhaltigen Reindustrialisierung und zur Bewahrung der Arbeitsplätze. Wir müssen unbedingt die Chance des IPCEI-Verfahrens wahrnehmen, damit unsere Region ein Hauptbaustein der europäischen H2-Verbundwirtschaft wird.“

Im Unterstützungsschreiben von Rehlinger, Arend und Zannier heißt es: „Das Saarland und die Region Grand Est stehen vor großen Herausforderungen mit Blick auf den Strukturwandel der Industrie. Wir Menschen in der Großregion sehen im Wandel aber traditionell vor allem die Chancen: Wir wollen den Umbau unserer Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit und Innovation. Dabei setzen Unternehmen und Politik auf Wasserstoff als technologische Brücke in eine wirtschaftlich erfolgreiche und zugleich klimafreundliche Zukunft. Wir sind der festen Überzeugung, dass eine europäische Wasserstoffwirtschaft einen starken Kern benötigt.“

Die deutsch-französische Industrieregion an Saar und Mosel lebe von ihrer engen Verflechtung. Menschen, Waren und Wissen querten jeden Tag die Grenze. „Gerade in Zeiten der Pandemie haben wir erlebt, wie wertvoll dieser Austausch ist – und wie verletzlich. Wir wollen ihn daher stärken und zugleich einen wichtigen Beitrag zu einer echten europäischen Wasserstoffwirtschaft leisten. Damit knüpfen wir an die Traditionen der Kohle- und Stahlregion an und schlagen die Brücke in die Zukunft. Die Initiative leistet zudem einen konkreten Beitrag, um den Aachener Vertrag zwischen Frankreich und Deutschland mit Leben zu erfüllen.“

Rehlinger, Arend und Zannier trafen sich heute zur gemeinsamen symbolischen Unterzeichnung des Schreibens am Grenzblickfenster bei Leidingen, direkt an der deutsch-französischen Grenze.

 

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