Serafino Russo in seinem Salon - Foto: Stephan Bonaventura

Gäbe es die Hollywoodsterne für das Friseurhandwerk, wäre der Homburger Stylist und Unternehmer Serafino Russo auf jeden Fall hier verewigt. Seine Kunst, sein Talent und seine Art sind jenseits sämtlicher Normalität und bilden eine Ausnahme in seiner Branche. Ein Umstand, der sich letztendlich auch auf seine Mitarbeiter und Kunden überträgt, denn hier sind sie alle Stars.

So wie alle anderen zu sein war noch nie sein Ding. Serafino Russo unterscheidet sich aber nicht nur von der Masse weil er es darauf anlegt, er unterscheidet sich weil er einfach ist wie er ist. „Ohne Filter“, wie es Russo gerne selbst nennt. Der Homburger Ausnahmefriseur ist seit vielen Jahren im Geschäft, hat seinen Salon in der Innenstadt und zieht Kunden aus ganzen Region zu sich. Er lernte bei einem Weltmeister der Friseure, war in TV-Shows, stylte die Models bei der Miss Germany Wahl, ist auf Workshops in der ganzen Welt unterwegs, pflegt Kontakte zu Branchengrößen über Deutschlands Grenzen hinaus und liebt es, sich auf allen Ebenen des Handwerks weiter zu entwickeln. Wer hier arbeitet oder Kunde ist, teilt seine Weltvorstellungen und Ansichten, sein Klientel ist speziell wie er selbst und das ist auch so gewollt. Es ist: Das Hollywood von Friseur Serafino Russo in Homburg.

Foto: Stephan Bonaventura

An diesem Morgen treffen wir die beiden Kollegen Alexander Berg und Timo Möller im Salon. Berg kommt aus Rehlingen, ist bereits seit 12 Jahren Kunde von Russo, Möller wurde von seinem Freund „angefixt“ und lässt auch niemand anderes mehr an seine Haare. „Das Gesamtpaket passt, es macht einfach Spaß hierher zu kommen, es ist wirklich mehr als nur das reine Haareschneiden. Es ist ein ganz besonderes Feeling, das er hier vermittelt“, erzählt Möller. Das Besondere bei ihm, er hat sich vor einigen Jahren seine Haare verpflanzen lassen. „Die sind relativ kompliziert zu schneiden, ihre Beschaffenheit ist anders und man muss viel beachten. Trotzdem wird das hier ganz hervorragend gemacht. Ich brauch mir keine Gedanken machen und habe vollstes Vertrauen. Ich merke da einfach die Kompetenz.“

Alexander Berg – Foto: Stephan Bonaventura

Die beiden Kollegen kommen immer zusammen nach Homburg und planen die Besuche gemeinsam. „Es ist wie eine kleine Wellnesskur. Einmal im Monat gönnen wir uns diesen Luxus, das ist echt einfach nur top hier“, meint Alexander Berg. Er hat ihn damals im Fernsehen gesehen und wollte unbedingt von ihm die Haare geschnitten bekommen. 120 Kilometer legen sie für einen Friseurbesuch zurück. „Früher war ich bei einem Friseur oft in 20 Minuten durch, hier bin ich manchmal zwei bis drei Stunden. Weil es mir gefällt und ich die Zeit einfach einplane für dieses Erlebnis“, sagt Alexander Berg.

Timo Möller – Foto: Stephan Bonaventura

Einige Kilometer Fahrt nimmt auch Erwin Schmidl gerne auf sich. Er kommt aus Heiligenwald regelmäßig her zum Friseurbesuch, mittlerweile seit ganzen 6 Jahren. „Früher habe ich mehrere Friseure in der Gegend probiert und war nie wirklich zufrieden. Durch meine Außendienstätigkeit kam ich damals an diesem Salon vorbei. Als ich reinkam und das Ambiente sah, war ich direkt begeistert. Und als der Chef auf mich zukam und wir uns unterhielten, hat die Chemie direkt gepasst. Schmidl war außerdem von der Kompetenz begeistert, einfach von dem Gesamtpaket. „“Alle sind hier sehr gepflegt, mir gefällt einfach Serafinos Charakter, seine ganze südländische Art und man kann sich mit ihm neben der Arbeit über alles unterhalten. Das spielt auch ein große Rolle beim Besuch.“

Erwin Schmidl – Foto: Stephan Bonaventura

Den perfekten Friseur zu finden, ist wie die perfekte Partnerin zu finden. Man lässt dann einfach nicht mehr los. Doch damit in einem Salon dieser Qualität alles richtig läuft, bedarf es auch dem richtigen Team. Die Auswahl der Mitarbeiter ist entscheindend und hier hat der Chef mehr als hohe Anforderungen. Für Russo ist es außerdem wichtig, dass ein Mitarbeiter hinter ihm steht, seine Ideologie teilt und sich voll und ganz einbringt. Nicht nur um dem Chef zu gefallen, sondern weil ein Mitarbeiter für den Salon steht, ihn repräsentiert und das schaffen nur wenige Menschen dauerhaft auf diesem Niveau, das hier vorgelebt wird.

Melanie Russo – Foto: Stephan Bonaventura

„Generell sind Mitarbeiter mit den entsprechenden Qualifikation nur sehr schwer zu finden“, sagt die Frau von Chef, Melanie Russo. „Man muss das hier einfach verkörpern, man muss sich selbst lieben und mit sich im Reinen sein. Dieser Beruf verlangt viel ab.“ Wie wahr, denn um sich auf jeden Kunden 100% einzulassen, braucht man einen freien Kopf und eine klare, offene Sicht- und Denkweise. 0815 bedienen kann jeder, hier wird Champions-League Niveau erwartet. Es ist eben: Das Hollywood von Friseur Serafino Russo in Homburg.

Khaled Welfe – Foto: Stephan Bonaventura

Einer der in dieser Klasse spielt ist Khaled Welfe. Von sich selbst sagt er, dass er das Talent im Blut hat. Es liegt ihm nicht nur, es ist seine Passion und er ist dankbar, dass er sie hier voll und ganz ausleben kann. Welfe ist smart, sehr talentiert, technisch unglaublich versiert und hat sich in seiner Zeit hier viele Stammkunden erarbeitet, sowohl für Damen- als auch Herrenschnitt. „Er passt einfach super gut in unser Team. Khaled hat von Anfang verstanden was Serafino Russo hier macht und worauf er wert legt. Die zwei sind einfach kompatibel“, bringt es Melanie Russo auf den Punkt. Das macht sich im Alltag bemerktbar. Die Kunden mögen ihn sehr und schätzen seine Arbeit.

Khaled Welfe – Foto: Stephan Bonaventura

Zu diesen gehört auch Christine Fell aus Oberbexbach, die sich gerne von Welfe stylen lässt. Seit 8 Jahren kommt sie monatlich mit ihrem Mann Raimund in den Salon. „Mir geht´s total gut hier. Ich kann meine Wünsche äußern, werde dann immer rundum beraten weil ich sehr schwieriges Haar habe und dann setzen wir das auch um. Das klappt wunderbar.“ Doch wie ist sie eigentlich auf den Salon aufmerksam geworden? „Ich war damals bei einer anderen Friseurin, bekam einen Haarschnitt und habe mich danach nicht mehr auf die Straße getraut, so schlimm war das. Ich bin dann durch Zufall hier vorbeigekommen und bin einfach mal rein und habe gefragt ob man mir die Haare färben kann. Als Serafino dann meine Haare gesehen hat, meinte er: „Haben Sie sich die Haare selbst geschnitten? Ich schneide jetzt und färbe Ihre Haare, ganz umsonst und dann entscheiden Sie ob Sie wieder zu mir kommen.“ Seitdem bin ich Stammkundin weil er mit seinem Fachwissen wirklich auf meine Bedürfnisse eingeht.“ Und auch ihr Mann hat gute Laune wenn Chef Russo zur Schere greift. „Für mich ist er der Beste und man merkt, dass er den Laden im Griff hat. Diese ganze Sicherheit, die einem vermittelt wird, da kommt man gerne her.“

Christine Fell – Foto: Stephan Bonaventura
Raimund Fell und Serafino Russo – Foto: Stephan Bonaventura

Tatsächlich sind Russos Synapsen dauerhaft am arbeiten. Während er schneidet, sich unterhält, ist er gedanklich schon am planen, koordinieren und lenken was alles ansteht. Sein Antrieb ist schier unermüdlich. Das will jedoch nicht heißen, dass er nicht 100% bei der Sache ist, sondern ganz im Gegenteil. Gerade die Konzentration ist es, die eine tiefgreifene Symbiose mit seinen vielen Talenten eingeht. Tag für Tag, Kunde für Kunde. Lachend erzählt er: „Zwei Faktor sind in diesem Salon unheimlich wichtig. Einmal Demut und ein bischen Flocken. Beides besitze ich nicht und suche es gerne beim Gegenüber, denn auch ich möchte mich weiterentwickeln.“ Mit dieser lockeren und spaßigen Art kommt er bei allen super an. Auch bei „Friedel“ aus Jägersburg. Firedolin Schmardel ist bereits 80 und hat von Russo schon die Haare geschnitten bekommen, als dieser noch gar nicht selbstständig war. „Ich war schon bei ihm als er noch selbst Angestellter beim Friseurweltmeister Bruno Schmidt am Marktplatz war. Schon damals habe ich mich toll mit ihm verstanden“, erzählt Schmardel. Und dass er sonst niemanden an seine Haare lässt, hat einen weiteren Grund, erzählt er uns: „Alles was mit „F“ anfängt wird nicht gewechselt, man wechselt ja auch keine Frau.“ Alte Schule, so ist es richtig.

Friedolin Schmardel (l.) und Serafino Russo – Foto: Stephan Bonaventura

Mit auf dem Teamschiff ist auch Kaltrina Murati. Sie kennt Serafino schon seit 2009 und hat seitdem immer wieder für ihn gearbeit. Früher war sie auch mal woanders beschäftigt aber sie sagt: „Das ist ein Unterschied wie von einem 2 Sterne zu einem Luxushotel. Hier arbeitet man auf einer ganz anderen Ebene, alles ist edel und hochprofessionell.“ Schon immer liebte sie es Menschen zu stylen. Dafür zu sorgen, dass sie gut aussehen, sich gut fühlen. Das gibt ihr jeden Tag neue Motivation. Außerdem weiß sie es zu schätzen in einem Salon dieser Größe zu arbeiten und von Chef Russo immer wieder Neues zu lernen. „Er hat damals mit einem Stuhl angefangen und sich so extrem hochgearbeitet, davor habe ich richtig Respekt, ich bewundere das. Und die Farben, die er macht, ich bin da oft sprachlos, er ist wirklich ein Talent.“

Kaltrina Murati
– Foto: Stephan Bonaventura

Serafino Russo ist ein Mensch mit Visionen. Visionen abseits der saarländischen Vortellungskraft. Eigentlich gehört sein Salon mitten nach Berlin, alles an ihm versprüht den Großstadtflair. Auch das mögen die Menschen, die hier verkehren. Mit den Jahren kann Russo auf über 70% Stammkundschaft blicken. Die Menschen schenken ihm und seinem Team ihr Vertrauen, Anschlußtermine werden direkt gebucht. Manche kommen sogar alle 14 Tage und machen Termine auf Monate im Voraus ab. „Das ist für uns als Dienstleister ein unheimlich großes Kompliment“, sagt Melanie Russo stolz. Auch das Marketing ist im Salon ein wichtiger Faktor, der alle miteinbezieht. Auf Instagram, Facebook und TikTok werden täglich neue Impressionen gepostet, der Kontakt nach außen spürbar und anfassbar gemacht. Man will ja zeigen was man kann, immerhin verbessert man sich mit jedem Styling, mit jedem Termin. Und daher wird auch die Zukunft gewiss glorreiche Zeiten und viele neue Erfahrungen für Russo und sein Team bereithalten.

Serafino Russo konzentriert bei der Arbeit – Foto: Stephan Bonaventura

 

Das Hollywood von Friseur Serafino Russo in Homburg.

Mehr Impressionen:

 

 

Anmerkung: Die Bilder entstanden zu unterschiedlichen Zeiten im Herbst/Winter 2021

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