Kunst trifft auf Sport, Chirurgie auf Schauspiel, Malerei auf Lyrik – in der Sporthalle des SV Beeden hat Ortsvorsteher Gerhard Wagner am vergangenen Wochenende eine Ausstellung auf die Beine gestellt, die so nur in diesem Homburger Stadtteil hätte stattfinden können. Oberbürgermeister Michael Forster brachte es bei der gut besuchten Eröffnung auf den Punkt: Diese Schau könne „nirgendwo anders gezeigt werden als in Beeden“.
Wagner hatte für die Ausstellung Künstlerinnen und Künstler zusammengebracht, die allesamt einen persönlichen Bezug zu Homburg haben und die er zum Teil seit vielen Jahren kennt. Sechs Namen standen auf der Teilnehmerliste: Inge Faralisch-Schäfer, Julia Johannsen und Katja Zippo sowie Martin Feifel, Prof. Dr. Hanno Huwer und Dieter Oberkircher. Was die Gruppe so besonders macht, ist die Bandbreite ihrer Hauptberufe. Forster gestand augenzwinkernd, er sei auf die Werke besonders gespannt, da er Oberkircher eher als Pfarrer, Huwer eher als Chirurgen und Feifel eher als großartigen Schauspieler kenne.
Neben den Arbeiten der sechs Beteiligten zeigte Wagner auch Werke aus seiner eigenen Sammlung von Hermann Theophil Juncker, der im vergangenen Dezember verstorben war. Mit dieser Auswahl wollte der Ortsvorsteher an den großen Künstler erinnern und dessen Schaffen einem breiteren Publikum zugänglich machen. Dass Wagner die Kunst nicht nur organisiert, sondern durch den Erwerb von Werken seit vielen Jahren auch finanziell fördert, hob Forster in seiner Ansprache ausdrücklich hervor. Der Oberbürgermeister erinnerte in diesem Zusammenhang an die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Wagner und dankte ihm für sein vielfältiges Engagement in der Stadt.

Foto: Jürgen Kruthoff
Bernd Schäfer, ein langjähriger Freund Wagners, übernahm die Vorstellung der beteiligten Künstlerinnen und Künstler. Prägnant und unterhaltsam ordnete er sowohl die Persönlichkeiten als auch ihre künstlerischen Arbeiten ein. Die Ausstellung verfolge ein klares Ziel, betonte Schäfer: die Liebe zur Kunst und die Freude daran weiterzugeben. Auch Landrat Frank John war zur Eröffnung erschienen und pflichtete dem Oberbürgermeister bei, dass das Ambiente der Sporthalle überraschend gut zur Kunst passe.
Einen besonderen Höhepunkt setzte der aus Homburg stammende Schauspieler Martin Feifel. Er trug mehrere Gedichte und Kurzgeschichten vor und zog das Publikum dabei in kürzester Zeit in seinen Bann. Feifel bewies eindrucksvoll, dass seine künstlerische Begabung weit über die Leinwand und die Theaterbühne hinausreicht. Die Ausstellung war am Samstag und Sonntag jeweils nachmittags in der Sporthalle des SV Beeden zu sehen und lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher an, die sich von der ungewöhnlichen Mischung aus bildender Kunst und Vortrag begeistern ließen.





















