Bild: FC 08 Homburg

In der Liga scheint dem FC 08 Homburg etwas die Puste auszugehen: Im dritten Spiel in Folge schaffte man keinen eigenen Tor-Erfolg, am Ende stand ein enttäuschendes 0:0 gegen den Tabellen-17. FC Gießen. Dabei war es durchaus eine unterhaltsame Partie – mit einer Gelb-Roten Karte, die Trainer Timo Wenzel auf die Palme brachte.

„Eigentlich seltsam, dass dieses Spiel 0:0 ausgegangen ist“, fand Gäste-Coach Daniyel Cimen nach dem Match. Cimen bezog sich mit dieser Aussage auf den Fakt, dass sowohl der FCH als auch Gießen eine Reihe an Chancen hatten, die allesamt nicht genutzt wurden. Vor allem der FCH hätte schon früh den Sack zumachen müssen, scheiterte jedoch am eigenen Unvermögen im Abschluss.

Trainer Timo Wenzel hatte seine Startelf nach der 0:4-Klatsche gegen Aalen auf drei Positionen verändert. Für den gelbgesperrten Jonas Scholz rückte Philipp Schuck in das Team, Luca Plattenhardt und Patrick Dulleck ersetzten Marco Hingerl und Mounir Bouziane. Die neuformierte Mannschaft hatte sich offensichtlich etwas vorgenommen, denn von Beginn an spielte man nach vorne und versuchte gar keinen Gedanken an die peinliche Pleite auf der Ostalb aufkommen zu lassen. Da auch Gießen munter mitspielte, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.

Immer wieder kam es so zu Halbchancen, erst nach einer halben Stunde dann jedoch die erste große Möglichkeit, als Mart Ristl am glänzend reagierenden Gäste-Keeper Frederic Löhe scheiterte. Doch auch Gießen hatte nur wenige Minuten später seine Großchance: Ko Sawada spazierte durch die Homburger Abwehr und stand schließlich völlig frei vor FCH-Torwart David Salfeld, der Sawadas Lupfer mit einer Glanzreaktion entschärfte. „In der ersten Halbzeit hatten wir sehr viele Möglichkeiten, haben aber auch die ein oder andere zugelassen. Von daher war es wieder ausgeglichen“, zog Coach Wenzel Bilanz.

Auch nach der Pause blieb das Match offen. Zunächst bekam Dulleck die Kugel aus guter Position nicht im Gäste-Kasten unter (49.), ehe wiederum Sawada in Salfeld seinen Meister fand (53.). Nach 66 Minuten hätte es dann endgültig klingeln müssen, als Dulleck Löhe tunnelte und das Leder nur haarscharf am Gießener Tor vorbeiging. Bei vielen der 550 Zuschauer kam spätestens jetzt der Gedanke auf: Es soll heute wohl einfach nicht sein. Der wurde fünf Minuten später noch verstärkt, als Stefano Maier wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte sah. „Die war maßlos übertrieben“, ärgerte sich Wenzel. „Es war kein Foul, er hat sich einfach nur aufgeregt.“

Alle Beschwerden brachten jedoch nichts und so musste der FCH in der zweiten Englischen Woche in Folge noch zwanzig Minuten in Unterzahl überstehen. Das klappte letztlich mit Glück, aber vor allem auch aufgrund der starken Paraden von Salfeld, der gleich mehrmals in höchster Not rettete. In der Nachspielzeit hätte dann Shako Onangolo  fast doch noch den FCH-Siegtreffer erzielt, doch scheiterte er freistehend an Löhe. „Am Schluss müssen wir mit dem Punkt leben, auch wenn wir natürlich nicht glücklich sind“, so Wenzel. Auch mit Blick auf die letzten drei Liga-Spiele dürfte man bei den Grün-Weißen nicht zufrieden sein, denn in denen sammelte man gerade einmal zwei Punkte. Am kommenden Wochenende wartet auf die Grün-Weißen dann ein echter Aufstiegsaspirant, wenn man beim TuS Steinbach zu Gast ist.

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