Symbolbild

15 Millionen Euro will das saarländische Gesundheitsministerium in den Hitzeschutz der Krankenhäuser im Land stecken. Für Alwin Theobald, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, ist das Geld ein Signal in die richtige Richtung – aber eben nur ein erster Schritt. „Das ist wenigstens ein Anfang“, kommentierte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende die Ankündigung des Ministers.

Seit geraumer Zeit dringt die CDU-Fraktion darauf, die saarländischen Kliniken bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels gezielt zu unterstützen. Steigende Temperaturen und häufigere Hitzeperioden setzen nicht nur Patientinnen und Patienten zu, sondern auch dem Personal und der Bausubstanz vieler Häuser. Umso wichtiger sei es, dass die zugesagten Mittel nun tatsächlich ankommen.

Genau hier sieht Theobald das entscheidende Problem. Bislang sei weder geklärt, welche konkreten Maßnahmen gefördert werden sollen, noch wie das Verfahren am Ende aussehe. „Entscheidend ist jetzt, dass das Geld auch schnell und unbürokratisch bei den Krankenhäusern ankommt“, betonte er. Ohne klare Regeln drohe der gute Vorsatz in bürokratischen Schleifen zu versanden.

Ein Vorbild macht der CDU-Politiker im Nachbarland aus. In Rheinland-Pfalz würden die baulichen und energetischen Voraussetzungen jedes einzelnen Klinikstandorts genau untersucht, um daraus passgenaue Klima- und Hitzeschutzmaßnahmen abzuleiten. Bei den eigentlichen Hitzeschutzmaßnahmen trage das Land die Kosten dort vollständig – ein Ansatz, den Theobald auch für das Saarland empfiehlt.

Doch der gesundheitspolitische Sprecher denkt weiter als bis zum Klinikeingang. Der Schutz vor extremer Hitze dürfe nicht bei den Krankenhäusern haltmachen, sondern müsse Pflegeeinrichtungen, Häuser für Menschen mit Behinderungen und weitere soziale Einrichtungen einschließen. „Gerade dort leben und arbeiten viele Menschen, die von extremer Hitze besonders betroffen sind“, erklärte er. Auch diese Einrichtungen bräuchten maßgeschneiderte Konzepte und Hilfe bei den nötigen Investitionen.

Hinter der Debatte steht eine Summe, die die 15 Millionen Euro klein wirken lässt: Allein die saarländischen Krankenhäuser haben nach Angaben der Fraktion einen Investitionsbedarf von mehr als 100 Millionen Euro. Aus Sicht Theobalds reichen kurzfristige Einzelmaßnahmen deshalb nicht aus, es brauche einen systematischen Ansatz. Die nun angekündigten Mittel seien „ein Anfang, aber noch lange kein Grund, einen Haken hinter das Thema zu setzen“.

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