Foto: FC 08 Homburg

Das letzte Heimspiel des FC Homburg in dieser Saison war in gewisser Weise wie ein Spiegelbild der kompletten Runde. Während man gegen den Vorletzten FC Bayern Alzenau in der ersten Hälfte von Glück sagen konnte, nicht in Rückstand zu geraten, steigerten sich die Grün-Weißen in den zweiten 45 Minuten und gewannen letztlich verdient mit 3:0 (0:0).

Wie so oft beim letzten Heimauftritt einer Saison, wurden vor Spielbeginn die scheidenden Spieler verabschiedet. Und in diesem Jahr fiel etwas auf, was in der Vergangenheit nicht immer der Fall war: die geringe Zahl der Kicker, die den FCH im Sommer verlassen werden. Während Marcel Carl, Jannik Sommer und Maurice Springfeld direkt vor Ort geehrt wurden, bekamen Mark Redl und Max Bell Bell in Abwesenheit Glückwünsche.

Bei den Grün-Weißen stellt sich durchaus die Frage, ob das mehr oder weniger gleiche Team die enttäuschende Saison 2020/21 im kommenden Jahr vergessen machen kann. Nun sollte das Spiel gegen Alzenau, in dem es ohnehin nicht mehr um viel ging, nicht überbewertet werden. Aber es zeigte sich gerade in der ersten Hälfte deutlich, dass es auch unter Trainer Timo Wenzel einiges an Verbesserungsbedarf gibt.

Und das vor allem in der Defensive, die gegen den Absteiger aus Alzenau zu Beginn eine äußerst schwache Leistung zeigte. Die Viererkette um Tim Stegerer, Jannis Reuß, Ivan Sachanenko und Jonas Scholz kam gegen die Alzenauer nämlich mehrmals gehörig ins Schwimmen. Bereits nach neun Minuten hätte es fast 0:1 gestanden, doch FCH-Schlussmann David Salfeld konnten einen gefährlichen Distanzschuss von Maximilian Brauburger gerade noch um den Pfosten lenken.

Es sollte nicht die einzige Gelegenheit bleiben, doch zum Homburger Glück schafften es Brauburger (24.) und Henok Teklab (32.) aus aussichtsreicher Position nicht, die Kugel im grün-weißen Kasten unterzubringen. „Zur Halbzeit konnten wir wirklich froh sein, kein Gegentor bekommen zu haben. Die Jungs waren dann auch in der Kabine sehr selbstkritisch“, erzählte Wenzel nach der Partie.

Der Coach reagierte in der Pause, brachte Marcel Carl und Maurice Springfeld für den schwachen Loris Weiss und Ivan Sachanenko. Und es wurde besser. Viel besser. Gab es in der ersten Halbzeit kaum einen ordentlichen Angriff der Grün-Weißen zu sehen, lieferten die Grün-Weißen nun viele schön vorgetragene Angriffe. Belohnt wurde der FCH durch den Führungstreffer von Jannis Reuss, der nach einem langen Einwurf seinen ersten Regionalliga-Treffer erzielte (55.).

Nur eine Viertelstunde später erfolgte der zweite, ziemlich kuriose Streich. Denn Patrick Dulleck schaffte es den Ball mit dem Rücken zum Tor über den Alzenauer Torwart Bilal Jomaa Zabadne zu heben (69.). Nur wenig später folgte dann der Auftritt der beiden, die den Verein verlassen werden. Der eingewechselte Jannik Sommer spielte einen schönen Pass auf Carl, der seinen 10. Saisontreffer erzielte. „Das war schön, dass ich heute noch die zweistellige Toranzahl geschafft habe“, freute sich der Stürmer.

Ein versöhnlicher Abschluss also einer Heim-Saison, in der beileibe nicht alles rundlief. Doch unter Timo Wenzel hat sich der FCH im Waldstadion gefangen. Aus sieben Spielen holte man zu Hause nun beachtliche 17 Punkte. Die FCH-Fans dürften nichts dagegen haben, wenn es kommende Saison so weitergeht.

 

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