Alte Laptops, ausrangierte Smartphones oder betagte Server landen in deutschen Unternehmen nur selten direkt im Müll. Stattdessen bekommen viele Geräte ein zweites Leben – sei es in Schulen, bei sozialen Projekten oder auf den Schreibtischen der eigenen Belegschaft. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Digitalverbands Bitkom, die am 3. Februar 2026 in Berlin vorgestellt wurde.
Für die Untersuchung hat Bitkom Research im Auftrag des Verbands 603 Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Die Interviews fanden zwischen Kalenderwoche 39 und 44 im Jahr 2025 statt, die Ergebnisse gelten als repräsentativ. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Firmen mit noch funktionsfähigen Elektrogeräten umgehen, die im Arbeitsalltag nicht mehr benötigt werden.
Demnach geben 74 Prozent der befragten Unternehmen an, ausrangierte, aber noch funktionierende IT-Geräte fachgerecht zu entsorgen. Ein Drittel, konkret 33 Prozent, spendet Altgeräte an wohltätige Organisationen. Profitieren sollen davon unter anderem Initiativen für Schulen, Jugendprojekte oder Angebote für Bedürftige. 28 Prozent der Unternehmen geben ihre Geräte nach Ablauf der Nutzungsdauer an den jeweiligen Leasinggeber zurück.
Auch innerhalb der Betriebe bleiben viele Geräte im Umlauf. 18 Prozent der Unternehmen verschenken ausgediente IT an Beschäftigte, weitere 23 Prozent verkaufen sie vergünstigt an Mitarbeiter. 15 Prozent lagern funktionsfähige Altgeräte zunächst ein, um sie bei Bedarf später noch einmal einsetzen zu können. Darüber hinaus setzen einige Firmen auf professionelle Zweitverwertung: 12 Prozent verkaufen ihre Geräte an spezialisierte Dienstleister, die sich auf Wiederaufbereitung und Weiterverkauf konzentrieren. 4 Prozent veräußern die Technik an beliebige Dritte.
Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder betont die Bedeutung dieser Praxis über den einzelnen Betrieb hinaus. „Wer Geräte länger in der Nutzung hält, leistet einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und verringert überdies Abhängigkeiten in den Lieferketten“, sagte Rohleder. „Die Wiederverwendung von Geräten ist damit auch ein Beitrag zur Standort- und Resilienzpolitik.“
Nur ein sehr kleiner Teil der Unternehmen geht laut Umfrage weniger sorgfältig vor: Lediglich 1 Prozent gibt an, funktionsfähige Altgeräte gemeinsam mit dem üblichen Gewerbeabfall zu entsorgen. Weitere Daten zu Nachhaltigkeitsstrategien in Unternehmen, zu Chancen von Künstlicher Intelligenz für den Klimaschutz und zu Erwartungen an die Politik stellt Bitkom im eigenen Dataverse online zur Verfügung.




















