Foto: Elke Ihde
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Die Klosterruine Wörschweiler ist eine der kulturhistorisch bedeutendsten Denkmäler in unserer Region. Ganz nebenbei ist sie auch noch wunderschön gelegen, hoch über dem Ort ist der Ausblick grandios. Damit man die Ruine in Zukunft auch vom Tal aus noch besser sehen kann, soll die Beleuchtung erneuert werden. Außerdem ist ein Audioguide für das Gelände geplant. Entsprechende Pläne wurden nun im Ortsrat vorgestellt.

Wer den Wörschweiler Klosterberg erklimmt, der wird mit einer tollen Atmosphäre belohnt. Eine angenehme Ruhe umfängt das frühere Zisterzienser-Kloster, das inmitten von Wald und Wiesen einen kleinen Einblick in die Zeit erlaubt, in der hier oben noch Mönche ihr Tagewerk verrichteten. Wichtigster Überrest der Anlage ist wohl der Torbogen, der die noch vorhandenen Grundmauern überragt.

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Bild: AUFNAHME1 GbR

Genau der ist auch Bestandteil eines geplanten neuen Beleuchtungskonzepts, das die Klosterruine im Dunkeln noch einmal eindrucksvoller erscheinen lassen soll. Dazu sollen in die vorhandenen Strahler LED-Leuchten eingesetzt werden, die Illuminationen mit verschiedenen Farben ermöglichen. „Die Beleuchtung kann dann an die jeweilige Jahreszeit angepasst werden“, erläuterte Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger im Ortsrat, wo entsprechende Pläne vorgestellt wurden. Außerdem sollen drei neue Leuchter installiert werden, zwei am sogenannten Nerother Haus direkt neben der Klosterruine und einer, der direkt den Torbogen anstrahlen soll.

Das Beleuchtungskonzept ist Teil eines Förderantrags, den der Leiter der Stiftung Klosterruine Wörschweiler, Michael Emser, vor einigen Tagen an das Homburger LEADER-Büro. LEADER ist ein Förderprogramm zur Entwicklung ländlicher Regionen, das bei einem Zuschlag bis zu 70% der Kosten für die Maßnahmen in Wörschweiler übernehmen würde. Insgesamt beläuft sich der Kostenrahen auf rund 50.000 Euro.

Der Antrag beinhaltet daneben auch ein Konzept für einen Audio-Guide, der den Besuchern des Klosterbergs die Geschichte des Ortes näherbringen soll. Geplant ist, dass Informationen mittels eines QR-Codes an den jeweiligen Stationen direkt mit dem Smartphone abgerufen werden können. „Es wird dann Informationen in Bild und Ton geben“, so Emser. Auch Gebärden- und Fremdsprachen würden berücksichtigt.

Aber nicht nur auf dem Klosterberg soll etwas geschehen. Damit die Menschen auf das Angebot überhaupt erst aufmerksam gemacht werden, sind Informationstafeln geplant. Sowohl im Taubental, als auch auch auf dem neu entstehenden Platz auf dem Gebiet des ehemaligen Becker-Hauses sollen diese Tafeln auf das Kloster aufmerksam gemacht werden. Darüber hinaus ist geplant, den sogenannten Zick-Zack-Pfad oberhalb des ehemaligen Becker-Hauses herzurichten.

Bis diese Maßnahmen jedoch in die Tat umgesetzt werden können, muss zunächst der Förderantrag bewilligt werden. Dazu findet in den kommenden Wochen eine Vorprüfung durch das LEADER-Büro statt, bevor das Umweltministerium die endgültige Entscheidung trifft. Für Michael Emser steht fest, dass die Maßnahmen ein echter Gewinn wären. „Nicht nur für Wörschweiler wäre das gut, sondern auch für den Klosterberg.“

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