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Wer heute über den Ausbau erneuerbarer Energien entscheiden muss, kämpft oft mit einem Grundproblem: Es fehlen verlässliche Zahlen. Genau hier will der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) mit einem neuen digitalen Werkzeug ansetzen. Am 15. September 2026 stellte der Verband in Berlin den sogenannten Energiewenderechner vor, ein Analyse-Tool, das Planungen für Kommunen, Projektierer und Netzbetreiber deutlich erleichtern soll.

Die Ausgangslage ist heikel. Während die Politik zentrale energiepolitische Weichen noch nicht gestellt hat, laufen konkrete Projekte längst. Entscheidungen müssen fallen, obwohl vielerorts eine belastbare Datenbasis fehlt. Diese Lücke soll der Rechner nun schließen, indem er den aktuellen Stand des Ausbaus und dessen Perspektiven bis auf die Ebene einzelner Landkreise abbildet.

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„Der Energiewenderechner schafft eine belastbare Datengrundlage für die Planung und macht den Status quo sowie die Ausbauperspektiven der Energiewende in allen deutschen Regionen bis auf Landkreisebene als Echtzeitsimulation sichtbar“, erklärte BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser. Er biete damit jene Transparenz, die heute auf fast allen Ebenen häufig fehle.

Herzstück des Tools ist eine frei navigierbare Karte, die sämtliche deutschen Kommunen und Landkreise erfasst. Sie verknüpft aktuelle Werte zu Energieerzeugung und Energiebedarf mit wissenschaftlich fundierten Prognosen zur künftigen Entwicklung. Nutzer können sich so ein detailliertes Bild ihrer Region verschaffen, ohne Daten mühsam aus verschiedenen Quellen zusammentragen zu müssen.

Dass diese gebündelte Grundlage einen neuen Zugang eröffnet, betont Dr. Matthias Stark, im BEE Abteilungsleiter für Erneuerbare Energiesysteme. „Erstmals ist damit eine gesammelte Datengrundlage mit hoher Qualität für die unterschiedlichen Akteure der Energiewende zugänglich – von Kommunen und Projektierern über Netzbetreiber bis hin zu politischen Entscheidungsträgern“, sagte er. So entstehe Planbarkeit bis auf die untersten Ebenen.

Hinter dem Projekt steht ein breites Bündnis. Entwickelt wurde das Werkzeug von der Fachabteilung des BEE mit wissenschaftlicher Unterstützung des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE). Mehr als 300 Akteure aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung haben die Entwicklung begleitet, darunter Betreiber und Projektierer ebenso wie Verbände, Netzbetreiber, Stadtwerke, Landesenergieagenturen, Ministerien, Hersteller, Forschungsinstitute, Stiftungen und Finanzierer.

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Entsprechend fiel der Dank der Verbandspräsidentin aus. „Mein Dank gilt dem Projektteam, aber auch über 300 Unterstützern dieses wichtigen Beitrags zur Energiewende“, so Heinen-Esser. Sie zeigte sich überzeugt, mit dem Rechner einen spürbaren Beitrag zur Entlastung bei den Planungen zu leisten.

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