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Kommunen im Saarland, die die Gesundheit von Alleinerziehenden und ihren Kindern fördern wollen, können dafür eine finanzielle Förderung von der BARMER erhalten. Die Krankenkasse hat hierzu mit der Walter Blüchert Stiftung vor drei Jahren eine Vereinbarung zum Präventionsprogramm „wir2“ getroffen, die nun verlängert wird.

„Die Folgen der Corona-Pandemie stellen Alleinerziehende und ihre Kinder vor enorme Herausforderungen und Belastungen. Das Elterntraining ‚wir2‘ soll alleinerziehenden Eltern mit Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren dabei helfen, achtsam mit sich und ihrer Gesundheit umzugehen“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin bei der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Die BARMER ermuntere alle saarländischen Kommunen, ‚wir2‘, dessen positive Wirkung auf die Gesundheit der Alleinerziehenden und ihrer Kinder wissenschaftlich erwiesen ist, anzubieten und als einfach umsetzbare Chance für mehr Gesundheit zu nutzen.

Das Ziel des „wir2“-Bindungstrainings sei es, die Eltern-Kind-Beziehung zu stärken und die psychische Stabilität besonders während der Corona-Pandemie zu fördern. In 20 wöchentlichen Gruppentreffen à 90 Minuten lernten die Teilnehmenden in vier verschiedenen Modulen, schwierige Situationen im Alltag besser zu bewältigen. In angeleiteten Übungen gehe es unter anderem um den Umgang mit Konflikten, Belastungen und um kindliche Freiräume.

„In einigen Kommunen konnte ‚wir2‘ bereits als ein nachhaltig wirksames Präventionsangebot verankert werden. Damit wird ein Beitrag für die gesundheitsförderlichen Bedingungen für Alleinerziehende geleistet“, so Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstand der Walter Blüchert Stiftung. Als Voraussetzung für eine Förderung müssten interessierte Kommunen eine passende Einrichtung, etwa eine Kita und zwei Betreuerinnen beziehungsweise Betreuer für den Kurs benennen.

Die Betreuenden würden von der Stiftung in einer dreitägigen Schulung zur „wir2“-Gruppenleitung ausgebildet. Kommunen könnten noch bis Ende des Jahres 2022 einen Förderantrag bei der BARMER stellen. Da das jährliche Förderbudget begrenzt sei, entscheide das Eingangsdatum des Antrags über die Teilnahme am Präventionsprogramm. Mehr Informationen unter: www.barmer.de/g101416.

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