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Steigende Heizkosten, undurchsichtige Posten und die bange Frage, ob am Ende wirklich alles korrekt verrechnet wurde: Die jährliche Nebenkostenabrechnung sorgt bei vielen Mieterinnen und Mietern für Kopfzerbrechen. Immer häufiger holen sie sich dabei digitale Unterstützung. Mehr als ein Fünftel greift mittlerweile auf Künstliche Intelligenz zurück, um die eigenen Zahlen besser zu durchdringen. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Konkret geben 22 Prozent der Befragten an, KI zu nutzen, um ihre Abrechnung zu verstehen. Der Wunsch nach digitaler Hilfe reicht aber noch weiter: 63 Prozent wären dafür, dass eine digitale Nebenkostenabrechnung gleich einen eigenen Chatbot mitbringt, der Rückfragen direkt beantwortet. Für die Erhebung wurden mehr als 1.000 Menschen in Deutschland befragt, darunter 466 Personen, die zur Miete wohnen.

Das Bedürfnis nach Klarheit ist dabei nahezu flächendeckend. Fast alle Mieterinnen und Mieter, 95 Prozent, möchten besser nachvollziehen können, warum ihre Nebenkosten steigen. Acht von zehn wünschen sich, dass eine digitale Abrechnung die wichtigsten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr klar hervorhebt. Und immerhin 46 Prozent sprechen sich dafür aus, Abrechnungen künftig ausschließlich digital bereitzustellen.

Für Nastassja Hofmann, Smart-Home-Expertin beim Bitkom, liegt der Kern des Problems in der mangelnden Transparenz. „Für Mieterinnen und Mieter ist oft schwer nachvollziehbar, wie sich die Kosten zusammensetzen“, sagt sie. Digitale Werkzeuge könnten hier mit wenigen Klicks ansetzen: Sie zeigen, welche Posten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind, erklären einzelne Positionen und weisen auf mögliche Fehler hin.

Hofmann betont, dass der Nutzen nicht einseitig bei den Mietern liegt. „Und auch für Vermieter hat das Vorteile: Abrechnungen können etwa per App automatisiert aufbereitet werden. Das spart enorm Zeit und Aufwand.“ Der Weg zur digitalen Abrechnung könnte also für beide Seiten lohnend sein.

Von diesem Ideal ist die Praxis allerdings noch ein gutes Stück entfernt. Mehr als ein Drittel der Mieterinnen und Mieter, genau 34 Prozent, bekommt die Nebenkostenabrechnung weiterhin klassisch in Papierform per Post. Knapp die Hälfte erhält sie immerhin als PDF per E-Mail. Über ein Online-Portal oder eine App abrufbar ist sie nur bei zwölf Prozent, und gerade einmal zwei Prozent bekommen sie wirklich digital aufbereitet – etwa als übersichtliches Dashboard mit Vergleichswerten und Erläuterungen.

Grundlage der Zahlen ist eine Umfrage von Bitkom Research, für die 1.006 Personen ab 16 Jahren telefonisch befragt wurden, darunter die genannten 466 Mieterinnen und Mieter. Die Erhebung fand zwischen Kalenderwoche 28 und 32 des Jahres 2026 statt und gilt in ihrer Gesamtheit als repräsentativ.

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