
Der Homburger Marktplatz verwandelte sich am Sonntag wieder in eine duftende Genussmeile: Der 8. Saarländische Brotmarkt bot nicht nur ofenfrische Spezialitäten aus der Region, sondern auch Gelegenheit zum Austausch über das traditionsreiche Bäckerhandwerk. Zwischen Körnerbrot, Laugengebäck und Krustenlaib stand die Wertschätzung für das regionale Handwerk klar im Mittelpunkt – unterstützt durch musikalische Klänge beim Jazzfrühschoppen im Rahmen des Homburger Musiksommers.
Bürgermeister Manfred Rippel bedankte sich bei den beteiligten Bäckerbetrieben und beim Stadtmarketing für die gelungene Umsetzung. Die Idee zum Brotmarkt sei bei der traditionellen Brezelübergabe entstanden, erklärte Rippel – und verwies auf die enge Verbindung der Bäckerinnung mit Stadt und Landkreis. „Wir sind stolz auf dieses Handwerk und ich appelliere an Sie alle, die örtlichen Bäckereien nach Kräften zu unterstützen“, so Rippel wörtlich. Besonders die Vielfalt und Qualität der angebotenen Brote hob er hervor.
Auch Landrat Frank John betonte, wie sehr das Bäckerhandwerk zum Alltag und zur Identität der Region gehört. Sein erster Gang am Morgen führe meist zum heimischen Bäcker, sagte er, und lobte die Handwerksbetriebe für ihre harte Arbeit und ihre Rolle im regionalen Leben. Er sprach von einer „wichtigen Säule in der Nahversorgung“ und wünschte dem Brotmarkt eine lange Zukunft.
Innungsmeister Hans-Jörg Kleinbauer erinnerte daran, dass das Bäckerhandwerk trotz Herausforderungen fortbestehen werde – auch wenn sich einiges verändere. „Wenn die Zahl der Bäckerbetriebe zurückgeht, wird leider auch die Vielfalt bei den Backwaren zurückgehen, da jeder Bäcker seine eigenen Spezialitäten hat“, erklärte er.
Die Besucherinnen und Besucher nutzten derweil die Möglichkeit, sich durch das breite Angebot zu probieren. Entlang der oberen Eisenstraße luden zahlreiche Stände ab 10 Uhr zum Schauen, Kosten und Kaufen ein. Als dann gegen 11 Uhr auf der Bühne vor dem Rathaus Jazzmusiker Willy Ketzer und Trompeter Terrence Ngassa für musikalische Atmosphäre sorgten, verschmolzen Brot und Musik zu einem runden Erlebnis in der Innenstadt.
Der 8. Saarländische Brotmarkt setzte damit erneut ein starkes Zeichen für Handwerkskultur und regionale Identität – und machte Lust auf mehr.
Alle Bilder: Friedel Simon













































































