Foto: Andreas Gingrich
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28 Unternehmen, Hochschulen und Institutionen an einem Ort, doppelt so viele wie im Vorjahr – die Berufsorientierungsmesse „JohConnect“ am Gymnasium Johanneum in Homburg hat am 2. April einen deutlichen Sprung gemacht. Was die Abteilung Oberstufe unter dem Titel „Studien- und Berufschancen entdecken“ auf die Beine stellte, ging weit über das hinaus, was man von einer schulinternen Veranstaltung erwarten würde.

Die Elftklässlerinnen und Elftklässler des Johanneums konnten sich an den Ständen ein breites Bild möglicher Berufswege verschaffen. Regionale Akteure standen dabei Seite an Seite mit überregional bekannten Hochschulen. Die ESB Business School aus Reutlingen etwa nahm die weite Anreise in Kauf, um wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge vorzustellen. Aus der näheren Umgebung waren unter anderem die HTW Saar, die RPTU Kaiserslautern und das Deutsch-Französische Hochschulinstitut vertreten – eine Mischung, die den Schülerinnen und Schülern sowohl heimatnahe als auch überregionale Perspektiven eröffnete.

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Auch der öffentliche Dienst zeigte Präsenz in beachtlicher Breite. Das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport, die Kreisverwaltung des Saarpfalz-Kreises, Bundespolizei, Landespolizei und Zoll gaben Einblicke in staatliche Karrierewege. Gerade für Jugendliche, die Sicherheit und Struktur in ihrer Berufswahl suchen, dürfte dieses Angebot einen konkreten Mehrwert geboten haben.

Über die klassischen Messestände hinaus setzte die JohConnect auf Formate, die den Rahmen einer gewöhnlichen Schulmesse sprengten. Per Videocall schalteten sich Vertreterinnen und Vertreter der Universität La Sapienza in Rom zu – ein internationaler Akzent, der den Horizont über Landesgrenzen hinaus erweiterte. Ergänzend standen praktische Workshops auf dem Programm: Bewerbungstraining und individuelles Coaching zur Berufsfindung gaben den Teilnehmenden Werkzeuge an die Hand, die über den Messetag hinaus wirken sollen.

Dass sich die Zahl der teilnehmenden Aussteller innerhalb eines Jahres verdoppelt hat, spricht für sich. Es zeigt, dass Unternehmen und Institutionen die Messe als ernstzunehmende Plattform wahrnehmen und bereit sind, Zeit und Ressourcen zu investieren. Für das Gymnasium Johanneum ist die JohConnect damit zu einem tragenden Element seines Berufsorientierungskonzepts geworden – eines Konzepts, das darauf abzielt, Schülerinnen und Schüler nicht mit abstrakten Informationen zu überschütten, sondern ihnen konkrete Begegnungen und fundierte Entscheidungsgrundlagen zu ermöglichen.

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Die Resonanz bei allen Beteiligten fiel nach Angaben der Organisatoren durchweg positiv aus. Ob die JohConnect im kommenden Jahr erneut wachsen kann, bleibt abzuwarten. Die Richtung jedenfalls stimmt.

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