Mit einer auffälligen Werbeaktion wollen die Stadtverwaltung St. Ingbert und die Freiwillige Feuerwehr neue Mitglieder für den aktiven Dienst gewinnen. Seit dieser Woche hängen an zehn Bauzaunstandorten im Stadtgebiet großformatige Banner, die für sechs Wochen sichtbar bleiben. Unter dem Slogan „Hey ChatGPT, lösche das Feuer! – KI kann viel, aber uns nicht ersetzen. Hilf mit bei der Feuerwehr St. Ingbert!“ machen die fünf Löschbezirke deutlich, dass es auf den Menschen ankommt, wenn es um Hilfe im Ernstfall geht.
Begleitet wird die Kampagne von der Internetseite www.TrittEin.de, die zeitgleich online gegangen ist. Dort finden Interessierte alle wichtigen Informationen rund um die Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr: von häufig gestellten Fragen über Details zur Ausbildung bis hin zu Einblicken in die vielfältigen Aufgaben der Einsatzkräfte. Damit wollen Stadt und Feuerwehr Hemmschwellen abbauen und zeigen, wie der Einstieg in den ehrenamtlichen Dienst gelingt.
Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer betont die Bedeutung dieses Engagements: „Unsere Freiwillige Feuerwehr lebt vom Mitmachen. Wir suchen Menschen, die bereit sind, Verantwortung für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger zu übernehmen – unabhängig von Beruf oder Vorerfahrung. Jeder kann einen wichtigen Beitrag leisten.“ Auch Wehrführer Jochen Schneider hebt hervor, dass moderne Technik allein nicht reicht: „KI kann viel – aber uns nicht ersetzen. Was zählt, ist der Mensch, der im Einsatzfall beherzt zupackt und anderen hilft.“
Ein besonderes Anliegen ist es der Feuerwehr, auch Frauen für den aktiven Dienst zu gewinnen. „In allen Löschbezirken sind Frauen aktiv. Wir freuen uns auch über weibliche Interessentinnen“, so Schneider weiter. Parallel zu den Bannern werden die einzelnen Löschbezirke die Kampagne in den sozialen Medien begleiten, um direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.
Die Freiwillige Feuerwehr St. Ingbert zählt derzeit rund 450 Mitglieder, organisiert in fünf Löschbezirken. Neben der aktiven Einsatzmannschaft gehören auch eine Jugendfeuerwehr sowie die Alters- und Ehrenabteilung dazu. Jährlich bewältigen die Einsatzkräfte mehrere hundert Einsätze – ehrenamtlich, freiwillig und an 365 Tagen im Jahr.


















