Wer am letzten Aprilwochenende auf Deutschlands Autobahnen unterwegs sein will, kann weitgehend aufatmen: Der ADAC erwartet für den 24. bis 26. April insgesamt nur wenig Verzögerungen. Doch das Wetter könnte zum entscheidenden Faktor werden – denn bei sonnigem Frühlingswetter dürfte der Ausflugsverkehr in Richtung Alpen und andere beliebte Wanderregionen deutlich anziehen.
Besonders am Freitagnachmittag und Samstagvormittag rechnet der Automobilclub mit erhöhtem Verkehrsaufkommen auf den Routen in die Berge und zu Naherholungsgebieten. Wer dann unterwegs ist, sollte zusätzliche Zeit einplanen. Am Sonntagnachmittag kehrt sich das Bild um: Dann rollen die Tagesausflügler zurück in die Ballungsräume und sorgen auf den Rückfahrtstrecken für zäheren Verkehr.
Zwei Großveranstaltungen bringen zusätzliche Belastung auf einzelne Strecken. In Stuttgart sorgt der Cannstatter Wasen, der noch bis zum 10. Mai läuft, für erhöhten Parkdruck und verstärkten Besucherverkehr in der Landeshauptstadt. Auf der A8 Richtung Salzburg wiederum zieht das Motorsport-Event am Red Bull Ring in der Steiermark Fans an, die zwischen dem 24. und 26. April anreisen. Trotz dieser Sonderfaktoren sieht der ADAC keine große Staugefahr – vorausgesetzt, man meidet die bekannten Nadelöhre.
Davon gibt es allerdings genug: Rund 800 Baustellen auf dem deutschen Autobahnnetz sorgen für Engpässe, und in den Ballungszentren bleibt die Rush-Hour ein verlässlicher Staugarant. Zu den klassischen Problemstrecken zählen unter anderem die A1 zwischen Lübeck und Osnabrück, die A2 von Oberhausen bis Magdeburg, die A3 im Raum Köln sowie zwischen Würzburg und Nürnberg, die A7 von Flensburg bis Hamburg und von Ulm bis Füssen sowie die A8 von Karlsruhe über Stuttgart und München bis Salzburg. Auch die A5 Richtung Basel, die A9 zwischen Nürnberg und München und die A96 von München nach Lindau gehören zu den stauanfälligen Abschnitten.
Im bayerischen Alpenvorland gelten bei Stau Abfahrtssperren auf mehreren Strecken: betroffen sind die A7 im Landkreis Ostallgäu, die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach, die A93 auf der Inntalautobahn sowie die B2 und B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. In Österreich sind derzeit keine Abfahrtssperren aktiv, sie können jedoch bei Bedarf kurzfristig wieder eingeführt werden. Für Lkw gilt am Sonntag das übliche Fahrverbot.
Auch jenseits der deutschen Grenzen bleibt die Lage auf einigen Strecken angespannt. In Österreich behindern Bauarbeiten den Verkehr auf der Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn. In der Schweiz sind vor allem die Gotthard- und die San-Bernardino-Route staugefährdet, dazu können die Verbindungen zwischen Bern, Zürich, Basel und Chur eng werden. In Italien ist die Brennerroute auf der A22 stark frequentiert. Zusätzlich starten in den Niederlanden einwöchige Mai-Ferien, und auch einzelne Regionen in Frankreich und der Schweiz gehen in die Ferien – was den grenzüberschreitenden Verkehr punktuell anschwellen lässt.
Bei der Einreise nach Deutschland sollten Reisende zudem Wartezeiten durch Grenzkontrollen einkalkulieren. Der ADAC empfiehlt, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren und nach Möglichkeit die Stoßzeiten am Freitagnachmittag und Sonntagabend zu meiden.

















