Die BarockStraße SaarPfalz gehört ab sofort zum internationalen Verein „Europäische Goethe-Wege e.V.“ – und damit zu einem Netzwerk, das sich um die Anerkennung als offizielle Kulturroute des Europarats bewirbt. Die Mitgliedsurkunde nahm Klaus Friedrich vom Arbeitskreis BarockStraße SaarPfalz im Deutschen Romantik-Museum in Frankfurt am Main persönlich entgegen, überreicht von Dr. Margrit Wyder, der Präsidentin der Goethe Gesellschaft Schweiz und vormaligen Vereinsvorsitzenden, sowie deren Nachfolger Dr. Hannes Höfer, Geschäftsführer der Goethe-Gesellschaft in Weimar.
Der Beitritt kommt nicht von ungefähr. Bereits der junge Johann Wolfgang Goethe bereiste im Frühsommer 1770 zahlreiche Orte entlang der heutigen Themenroute und verewigte sie später in seinen Lebenserinnerungen „Dichtung und Wahrheit“. Die BarockStraße verbindet zwischen Saarbrücken, Sulzbach, St. Ingbert und Blieskastel über Hornbach und Zweibrücken bis nach Homburg und Ottweiler ausgewählte Schauplätze des 17. und 18. Jahrhunderts zu einem kulturtouristischen Erlebnisweg. Dass Goethe selbst einst überzeugt war, die beste Bildung finde ein gescheiter Mensch auf Reisen, passt da ins Bild.
Der Verein „Europäische Goethe-Wege e.V.“ verfolgt derzeit ein ambitioniertes Ziel: Mit insgesamt 13 beteiligten Institutionen aus fünf Ländern steht die Antragstellung für die Zertifizierung als Kulturroute des Europarats an. Geschäftsführerin Dr. Daniela Stefanie Hauf zeigte sich erfreut über den Zuwachs: „Wir als Verein Europäische Goethe-Wege e.V. und ich im Besonderen freue mich, dass wir fünf neue Mitglieder aus drei verschiedenen Ländern begrüßen dürfen – darunter auch die BarockStraße SaarPfalz.“ Fünf neue Partner auf einen Schlag – das verleiht dem Antrag zusätzliches Gewicht.
Auch Dr. Hannes Höfer, der neue Vorsitzende des Vereins, würdigte den Neuzugang bei der Urkundenverleihung: „Auf Goethes Spuren kann man viele wunderschöne Gegenden entdecken. Wenn es dort auch noch ein reiches Kultur- und Tourismusangebot gibt wie rund um die BarockStraße SaarPfalz, ist das natürlich ein zusätzlicher Gewinn.“ Damit unterstrich er, dass die Verbindung von literarischer Tradition und lebendigem Tourismus genau dem Profil entspricht, das der Verein für seine europäische Kulturroute anstrebt.
Auf Seiten der BarockStraße sieht man in der Mitgliedschaft eine Chance, die eigene Strahlkraft über die Region hinaus zu stärken. Katrin Thieser, neue Geschäftsführerin der BarockStraße SaarPfalz und kommissarische Leiterin der Saarpfalz-Touristik im Biosphärenreservat Bliesgau, erklärte: „Wir unterstützen als bundesweit bedeutende Ferienstraße mit vielschichtigem Goethe-Bezug gerne diese spannende Initiative und freuen uns als neues Mitglied sehr auf den sicherlich anregenden Austausch mit allen anderen Beteiligten.“ Die Einbindung in ein europäisches Netzwerk eröffne neue Möglichkeiten, das kulturelle Erbe der Saarpfalz international sichtbar zu machen.
Klaus Friedrich selbst ordnete den Schritt mit deutlichen Worten ein: „Die Mitgliedschaft der BarockStraße SaarPfalz im international ausgerichteten Verein ‚Europäische Goethe-Wege‘ eröffnet uns überaus interessante Perspektiven.“ Man sei stolz, in diese hochkarätig besetzte Interessengemeinschaft aufgenommen worden zu sein, und hoffe auf die anvisierte Zertifizierung als Kulturroute des Europarats. Gelingt diese Anerkennung, würde die BarockStraße SaarPfalz Teil eines offiziell vom Europarat anerkannten Routennetzes – und Goethes Reisespuren zwischen Saar und Pfalz bekämen ein europäisches Gütesiegel.




















