Oberbürgermeister Marc Speicher, Egbert Ulrich, Stephan Toscani, Jörg Caspar, Beatrice Zeiger und Anja Wagner-Scheid kommen beim Betriebs- und Personalräteempfang der CDU-Landtagsfraktion im Saarland zusammen. — Foto: Presse CDU-Fraktion im Landtag des Saarlandes
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Im großen Restaurant des Saarländischen Landtags war am Montagabend kaum ein Platz frei. Rund 150 Gäste aus Betrieben, Verwaltungen und Interessenvertretungen waren zum traditionellen Betriebs- und Personalräteempfang der CDU-Landtagsfraktion gekommen. Im Mittelpunkt des Abends stand die Verleihung des Nikolaus-Warken-Preises, der in diesem Jahr an die Arbeitskammer des Saarlandes ging.

Der Empfang fand am 19. Januar 2026 statt und brachte Vertreter von Betriebs- und Personalräten, Mitarbeiter- und Schwerbehindertenvertretungen sowie Frauenbeauftragte zusammen. Der Fraktionsvorsitzende Stephan Toscani nutzte die Veranstaltung, um die Rolle dieser Gremien im Arbeitsalltag hervorzuheben. „Ich weiß, dass Ihre Arbeit nicht immer leicht ist. Sie müssen vermitteln, verhandeln, manchmal auch streiten. Sie müssen Kompromisse finden, die beide Seiten akzeptieren. Das ist harte Arbeit. Aber es ist wichtige Arbeit. Dafür möchte ich Ihnen im Namen der CDU-Landtagsfraktion sehr herzlich danken“, sagte Toscani.

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Mit Blick auf das Verhältnis von Arbeitgebern und Beschäftigten stellte der Fraktionschef die Bedeutung der Sozialpartnerschaft heraus. Unternehmer seien keine Gegner, „die man bekämpfen muss, sondern sie sind Partner“, betonte er. „Starke Unternehmen und starke Mitbestimmung ist kein Widerspruch. Genau das ist Soziale Marktwirtschaft. Nicht Konfrontation von Arbeitnehmern und Arbeitgebern, sondern Kooperation. Nicht Gegeneinander, sondern Miteinander.“ Damit knüpfte Toscani an die Grundidee an, wirtschaftliche Stärke und Beteiligung der Beschäftigten zusammenzudenken.

Ausdrücklich ging der Fraktionsvorsitzende auch auf die Situation im öffentlichen Dienst ein. Verwaltungen seien „das Rückgrat unseres Gemeinwesens“ und auf motivierte und engagierte Beschäftigte angewiesen. Vor diesem Hintergrund äußerte er Verständnis für aktuelle Forderungen nach höheren Einkommen: „Deshalb ist es nicht mehr als berechtigt, wenn auch der Öffentliche Dienst für eine angemessene Tariferhöhung streitet. Hier haben Sie uns als CDU an Ihrer Seite.“ Zugleich formulierte er eine klare Erwartung an die Landesregierung: „Die Übernahme des Tarifabschlusses, sobald er da ist, auch für Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Versorgungsempfängerinnen und -empfänger. Zeitgleich und wirkungsgleich. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit und des Respekts.“

In einem Impulsbeitrag würdigte der Oberbürgermeister der Stadt Saarlouis, Marc Speicher, die Arbeitskammer des Saarlandes, die in diesem Jahr den Nikolaus-Warken-Preis erhielt. „Die Arbeitskammer hat Verfassungsrang. Sie ist politisch und geht den Weg, unparteiischer zu werden, weiter. Das stärkt ihre Position“, erklärte Speicher. Der Auftrag „Beraten. Bilden. Forschen.“ unterstreiche die Bedeutung der Institution weit über das Saarland hinaus, „da es eine Institution wie die Arbeitskammer nur an sehr wenigen Orten im deutschsprachigen Raum gibt“. Sein Fazit: „Die Arbeitskammer ist eine verdiente Preisträgerin.“

Stellvertretend für die Arbeitskammer nahmen der Vorstandsvorsitzende Jörg Caspar und die Geschäftsführerin Beatrice Zeiger den Nikolaus-Warken-Preis entgegen. Caspar sprach bei der Übergabe von einer besonderen Auszeichnung für die Einrichtung. Diese Ehrung sei „eine große Ehre und zugleich Auftrag, die Arbeit für die Beschäftigten im Saarland fortzusetzen“, sagte er. Die Arbeitskammer vertritt die Interessen der Beschäftigten im Land und ist in Beratung, Weiterbildung und Forschung aktiv.

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Der Nikolaus-Warken-Preis wird seit 2018 von der CDU-Landtagsfraktion verliehen. Mit ihm erinnert die Fraktion an Nikolaus Warken aus Hasborn, einen der Begründer der Gewerkschaftsbewegung an der Saar. Warken setzte sich früh für die Rechte von Arbeiterinnen und Arbeitern ein. Ihm ist auch der Erhalt des ältesten deutschen Gewerkschaftshauses, des Rechtsschutzsaals in Bildstock, zu verdanken. Der Preis knüpft damit an eine lange Tradition gewerkschaftlichen Engagements in der Region an und soll Personen oder Institutionen würdigen, die sich in besonderer Weise für Beschäftigte einsetzen.