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Die Energiewende entscheidet sich nicht allein an der Zahl neuer Windräder und Solarparks, sondern zunehmend an den Leitungen, die den Strom verteilen. Genau hier setzt ein Beschluss des Koalitionsausschusses an, der sich auf einen digitalen Umbau und eine spürbare Beschleunigung des Verteilnetzausbaus verständigt hat. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) reagiert darauf mit deutlicher Zustimmung.

Für BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser ist die Richtung klar. „Die konsequente Digitalisierung der Netze ist eine Grundvoraussetzung für eine intelligente und effiziente Steuerung und damit auch für das Senken der Systemkosten“, erklärt sie. Wer den Stromfluss künftig präzise lenken will, kommt an vernetzter Technik nicht vorbei.

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Besonders positiv bewertet der Verband die Idee, benötigte Software gemeinsam zu entwickeln, statt jeden Betreiber eigene Lösungen basteln zu lassen. Angesichts der großen Zahl an Verteilnetzbetreibern in Deutschland sieht der BEE in diesem kooperativen Ansatz einen echten Fortschritt. „Damit wird dringend notwendige Standardisierung geschaffen“, so Heinen-Esser. Entscheidend sei jedoch, dass die erhobenen Daten auch praxisnah zur Verfügung stünden, um Netzanschlüsse zu beschleunigen und Investitionen zielgenauer zu planen.

Auch beim sogenannten Smart Meter Rollout, dem Einbau intelligenter Stromzähler, begrüßt der Verband die angekündigte Schärfung der Ziele. Solche Zähler gelten als Bedingung für mehr Transparenz und Flexibilität im Netz, weil sie sichtbar machen, wann wie viel Strom fließt.

Kritik kommt allerdings an einem Detail der Pläne. Die vorgesehene Anschlussgarantie soll bislang nur großen Industriebetrieben zugutekommen. Aus Sicht des BEE greift das zu kurz. Der Verband fordert, diese Garantie auch auf Anlagen für erneuerbare Energien, auf Speicher und auf flexible Verbraucher auszuweiten.

Entscheidend werde am Ende sein, wie gut die einzelnen Bausteine ineinandergreifen. „Ein intelligentes Netz ist automatisch auch ein effizientes und kostengünstiges Netz. Das Verteilnetzpaket hat das Potenzial, große Effizienzgewinne zu heben, wenn es mit Netzanschlusspaket und AGNES-Prozess klug verschränkt wird“, fasst Heinen-Esser abschließend zusammen. Ob aus dem Beschluss tatsächlich ein spürbar schnellerer Ausbau wird, hängt nun von der konkreten Umsetzung ab.

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