Antonia Burgwedel freute sich über die Glückwünsche von Landrat Dr. Theophil Gallo (l.) und Beate Hussong (r.) - Bild: Sandra Brettar

Die Gewinnerin des 63. Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels auf Kreisebene heißt Antonia Burgwedel. Die elfjährige Schülerin aus Homburg besucht das Gymnasium Johanneum und sie setzte sich gegen neun Mitstreiter aus den Klassenstufen 6 weiterführender Schulen im Saarpfalz-Kreis durch.

„Ich freue mich, dass die Leseförderung an unseren Schulen nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert hat. Lesen regt die Fantasie an, man lebt in den Geschichten und spinnt darüber Visionen. Ich bedauere es durchaus, dass ich nur noch hin und wieder zu einem Buch greife, ermutige jedoch alle jungen und natürlich auch ältere Menschen dazu, sich ihre Lesefreude bestmöglich zu bewahren. Ich beglückwünsche alle Schülerinnen und Schüler zu ihrer Teilnahme an diesem Vorlesewettbewerb, denn sie beweisen Ehrgeiz und zeigen, was sie zu leisten im Stande sind. Dazu gehört auch eine große Portion Mut. Bedanken möchte ich mich bei allen, die sich bei der Durchführung des Wettbewerbs engagiert haben“, sagte Landrat Dr. Theophil Gallo.

Antonia Burgwedel nahm die Glückwünsche des Landrates zu ihrem Kreissieg bei einem Besuch im Landratsamt persönlich entgegen, begleitet von ihrer Mutter Jessica Burgwedel und Beate Hussong vom Kreisjugendamt, Organisatorin des Kreisentscheides.
Wie schon oft war es keine leichte Entscheidung für die Jury, die sich aus Ava Dörr, (Kreis- und Landessiegerin des Vorlesewettbewerbes 2021), Andrea Sailer (Leiterin der Stadtbibliothek Homburg), Dr. Jutta Schwan (Fachbereich Kulturmanagement im Saarpfalz-Kreis) und Markus Hahn (Inhaber Buchhandlung Hahn in Limbach) zusammensetzte. Sehr intensiv beschäftigten diese sich mit den eingereichten Video-Clips, denn pandemiebedingt wurden erneut keine Präsenzveranstaltungen durchgeführt.

Dadurch, dass der Vortrag eines unbekannten Textes wegfiel, bestand auch dieses Mal die Herausforderung der Jury darin, die Authentizität der jungen Vorleser auszumachen. Zudem wurde der Aspekt der Lesetechnik im Rahmen der Bewertungskriterien stärker gewichtet als die Gestaltung des Vortrags und die Textauswahl. Die Jury zeigte sich jedoch beeindruckt von der überdurchschnittlich anspruchsvollen Textauswahl. Zu der zählte auch der Auszug aus Emma Carrolls „Nacht über Frost Hollow Hall“, welcher Antonia den Sieg einbrachte.

„Sie vermittelte gekonnt die Stimmung des Textes und der einzelnen Szenen und ihr Vortrag blieb durchgehend konzentriert bezüglich Betonung und Sprechdeutlichkeit. Dadurch, dass Antonia über die Kamera stets den Blickkontakt zu ihren Zuhörerinnen und Zuhörer suchte, ließen die sich auch unaufgefordert mitreißen“, sprach Beate Hussong für die Jury.

Da kam also die leidenschaftliche Hobbyleserin – die Bücherregale zu Hause sind proppenvoll – zum Vorschein, denn eine solche sei sie, wie Antonia bei ihrem Besuch im Landratsamt erzählte. Zu ihren Favoriten zählt beispielsweise die Izara-
Jugendbuchreihe von Julia Dippel. „Wenn ich ein Buch vor mir habe, dann vergesse ich alles um mich und verschlinge das Buch sozusagen“, erzählte die Schülerin mit funkelnden Augen und ihre Mutter ergänzte: „Und das ist mir allemal lieber, als dass sie diese Zeit vor dem Fernseher verbringt.“ Für Fernsehen dürfte aber aufgrund weiterer Freizeitaktivitäten ohnehin wenig Zeit bleiben. Reiten, Ballett, Pfadfinder und dann noch die Garten-AG in der Schule – der „Stundenplan“ von Antonia ist ausgefüllt. Demnächst wird sich Antonia auf den Landesentscheid des Vorlesewettbewerbs vorbereiten müssen, der bis Mai über die Bühne gehen soll, damit die Landessieger für das Bundesfinale im Juni gekürt sind.

Alle Teilnehmenden des Kreisentscheids haben als Präsent das Buch „Das Universum ist verdammt groß und super mystisch“ von Lisa Krusche, eine Bücherbox sowie eine Urkunde erhalten. Die Kreissiegerin freute sich zusätzlich über das Siegerbuch „Calypsos Irrfahrt“ von Cornelia Franz, das ihr Landrat Dr. Theophil Gallo überreichte.

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