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Mit dem Livegang der KulturPass-Website und einer Plattform für Anbieter – aktuell noch in der Testphase – sind weitere wichtige Schritte auf dem Weg zum KulturPass für 18-Jährige erfolgt. Im Juni soll er an den Start gehen.

Um sowohl junge Menschen als auch die Kultur zu unterstützen, führt die Bundesregierung nach dem Vorbild anderer europäischer Länder in Deutschland einen KulturPass ein. Das Angebot soll Mitte Juni 2023 starten und sich zunächst an alle Jugendlichen in Deutschland richten, die in diesem Jahr ihren 18. Geburtstag feiern. Laut Statistischem Bundesamt sind das etwa 750.000 Personen.

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Eine wichtige Etappe auf dem Weg zum KulturPass war das erste „KulturPass Lab“, das in Berlin stattfand. Dort vermittelten die Projektpartner Kulturanbietern sowie Medienvertretern einen Einblick in den Stand des Projekts. Mit dabei war auch Kulturstaatsministerin Roth, auf deren Initiative der KulturPass zurückgeht. Auf der Veranstaltung konnten Interessierte bereits die Anwenderumgebung testen und erste Erfahrungen damit sammeln.

„Wir wollen junge Menschen für die Vielfalt der Kultur in unserem Land begeistern“, beschrieb Claudia Roth die Intention dieses Angebots. Der KulturPass soll gleichzeitig die Nachfrage in den Kultureinrichtungen stärken, die infolge der Corona-Pandemie einen enormen Nachfrageeinbruch hinnehmen mussten. Der KulturPass soll Mitte Juni 2023 an den Start gehen; das Portal wird für die Kulturanbieter Mitte Mai mit entsprechendem Vorlauf geöffnet.  Ab sofort steht unter www.kulturpass.de ein eigenes Webangebot bereit.

Wie funktioniert der KulturPass?

Alle Jugendlichen, die 2023 18 Jahre alt werden, erhalten ein Budget in Höhe von 200 Euro. Dieses Budget können sie zwei Jahre lang auf einer digitalen Plattform einlösen, die als App und Website verfügbar sein wird. Auf der Plattform können sich Kulturanbieter registrieren und dort beispielsweise Tickets für Konzerte, Theater- und Kinovorstellungen anbieten. Auch Eintrittskarten für Museen, Ausstellungen oder Parks sowie Bücher, Tonträger und Noten sollen zum Angebot gehören. Die Registrierung ist beschränkt auf lokale Kulturanbieter. Versandhandel, reine Streaming-Angebote und Computerspiele sind ausgeschlossen.

Bei erfolgreichem Verlauf kann das Programm in einem zweiten Schritt für Jugendliche im Alter von 16 bis 17 Jahren geöffnet werden. Der Deutsche Bundestag stellt für das Pilotprojekt 100 Millionen Euro zur Verfügung. Das hat der Haushaltsausschuss am 10. November 2022 beschlossen. Die Mittel kommen aus dem Etat der Staatsministerin für Kultur und Medien.

 

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