Symbolbild

Wer am Wochenende vom 23. bis 25. Januar mit dem Auto unterwegs ist, kann sich in weiten Teilen Deutschlands auf vergleichsweise ruhige Straßen einstellen. Größere Reisewellen bleiben aus, dennoch gibt es einige Strecken, auf denen es eng werden dürfte – vor allem in Richtung Alpen und Wintersportgebiete.

Der ADAC rechnet insgesamt mit einer entspannten Verkehrslage. Weder bundesweite Ferien noch regionale Feiertage sorgen in diesem Zeitraum für zusätzlichen Andrang auf den Autobahnen. Auch die Zahl der Baustellen ist nach wie vor relativ gering. Allerdings bleiben bestehende Dauerbaustellen ein Risiko für Engpässe, vor allem dort, wo ohnehin viel Verkehr unterwegs ist.

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Etwas voller dürfte es am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag werden. Dann erwartet der ADAC verstärkten Ausflugsverkehr in Richtung Alpen und Mittelgebirge. Viele Wintersportfans steuern weiterhin die Skigebiete im Süden an. Auf den klassischen Routen in Richtung Alpen kann der Verkehr deshalb zeitweise ins Stocken geraten. Am Sonntagnachmittag kommt voraussichtlich der Rückreiseverkehr aus den Wintersportregionen hinzu, was die Lage auf den Autobahnen erneut anspannen kann.

Besonders staugefährdet sind nach Einschätzung des ADAC mehrere wichtige Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen. Dazu zählen unter anderem die A1 von Köln über Dortmund, Münster, Osnabrück und Bremen bis Hamburg, die A2 von Oberhausen über Dortmund, Hannover und Braunschweig nach Magdeburg sowie die A3 von Oberhausen über Köln, Frankfurt, Würzburg und Nürnberg bis Passau und weiter Richtung Linz. Auch auf der A7 von Hannover über Kassel, Fulda, Würzburg und Ulm bis Füssen/Reutte, der A8 zwischen Stuttgart, München und Salzburg, der A9 von Halle/Leipzig über Nürnberg nach München und dem Berliner Ring A10 kann es voller werden. Im Süden sind zudem die A93 zwischen Rosenheim und Kiefersfelden, die A95 von München nach Garmisch-Partenkirchen sowie der Autobahnring A99 rund um München stärker staugefährdet.

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Im Ausland bleibt die Verkehrslage in wichtigen Alpenländern angespannt. In Österreich sorgen Baustellen weiterhin für Behinderungen, insbesondere auf der A10 Tauern Autobahn, der A12 Inntal Autobahn zwischen Imst und Kufstein sowie der A13 Brenner Autobahn zwischen Innsbruck und Brenner. Rund um Kitzbühel wird zusätzlich viel Verkehr erwartet. Das Hahnenkammrennen, das noch bis Sonntag, 25. Januar, läuft, führt vor allem am Sonntagnachmittag und -abend zu verstärkten Abreisewellen.

Auch in der Schweiz sind mehrere Hauptachsen betroffen. Verzögerungen sind vor allem auf der A1 Bern–Zürich–St. Margrethen, der A2 Luzern–Basel–Gotthard–Chiasso und der A3 Basel–Zürich–Chur möglich. In Italien richtet sich der Blick vor allem auf die A22 Brennerroute. Dort sowie auf den Zufahrtsstraßen aus dem Puster-, Grödner- und Gadertal und aus dem Vinschgau kann es zu Wartezeiten kommen.

Zusätzlich zur Verkehrslage spielt das Wetter eine Rolle. Die winterlichen Bedingungen halten an. Schnee, Eisregen und glatte Fahrbahnen können regional für Behinderungen sorgen und die Staugefahr kurzfristig deutlich erhöhen. Wer unterwegs ist, muss deshalb mit witterungsbedingten Verzögerungen rechnen, auch wenn insgesamt ein eher ruhiges Verkehrswochenende erwartet wird.