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Der Führerschein ist für viele junge Menschen längst zur finanziellen Hürde geworden. Genau an diesem Punkt setzt eine geplante Reform der Fahrschulausbildung an, die der ADAC ausdrücklich begrüßt. Der Mobilitätsclub sieht in den vorgelegten Vorschlägen die Chance, den Weg zum Führerschein flexibler, moderner und vor allem günstiger zu gestalten – ohne dass die Verkehrssicherheit darunter leiden müsse.

Vor der Beratung im Bundesrat mahnt ADAC Verkehrspräsident Peter König, den Blick auf die Möglichkeiten zu richten, statt die Reform kleinzureden. Dass die hohen Kosten den Zugang zur Fahrerlaubnis erschweren, sei mittlerweile umfassend belegt. Umso wichtiger sei es, nun in die konkrete Umsetzung zu kommen. Zugleich betont König, dass die Sicherheit im Straßenverkehr weiterhin oberste Priorität behalten und die Folgen der Neuerungen genau beobachtet werden müssten.

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Besonderes Potenzial erkennt der Club in zusätzlichen Übungsfahrten während der Ausbildung. Wer bereits vor der Prüfung mehr Fahrpraxis mit qualifizierten Begleitpersonen sammelt, verbessert nicht nur seine Chancen beim praktischen Test, sondern senkt auch das Unfallrisiko in den ersten Monaten nach dem Erwerb des Führerscheins. Gerade das Durchfallen sei ein erheblicher Kostentreiber, den man auf diese Weise vermeiden könne.

Damit dieses Modell funktioniert, pocht der ADAC allerdings auf klare Standards. Dazu zählen geeignete Begleitpersonen, ein ausreichender Versicherungsschutz, eine erkennbare Kennzeichnung der Fahrzeuge sowie die enge Einbindung der Begleiter in die Ausbildung. Vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer des Begleiteten Fahrens mit 17 (BF17) rückläufig ist, sieht der Club in neuen Rahmenbedingungen eine echte Chance. Erfahrungen aus Nachbarländern wie Österreich und der Schweiz bestätigten, dass mehr Begleitfahrten die Sicherheit erhöhen.

Auch die geplante Flexibilisierung des Theorieunterrichts bewertet der ADAC positiv. Künftig soll das theoretische Wissen vollständig digital oder im Selbststudium erworben werden können. Das stärke die Eigenverantwortung der Fahrschülerinnen und Fahrschüler und schaffe mehr Freiraum bei der Gestaltung ihrer Ausbildung. Risiken für die Sicherheit sieht der Club dabei nicht, solange die theoretische Prüfung erhalten bleibe. Sinnvoll sei es jedoch, wissenschaftlich zu untersuchen, wie sich unterschiedliche Lernformen auf den Prüfungserfolg auswirken.

Einen Appell richtet der ADAC schließlich an Länder und Fahrschulen: Nach einem Beschluss müsse die Reform möglichst flächendeckend umgesetzt werden. „Einen Flickenteppich darf es nicht geben: Stattdessen müssen junge Menschen bundesweit die gleichen Chancen haben, die Fahrausbildung zu bezahlbaren Preisen und mit hoher Qualität zu absolvieren“, fordert Peter König.

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