Ob Smartphones, Laptops oder ausrangierte Tablets: Bei der fachgerechten Entsorgung von Computern, IT- und Elektrogeräten tun sich viele Menschen schwer. So sagen 92 Prozent, durch herumliegende Altgeräte würden wertvolle Rohstoffe verschwendet. 40 Prozent geben aber auch zu, in ihrem Haushalt würde es zu viele ungenutzte Altgeräte geben. 39 Prozent empfinden die Entsorgung als zu aufwändig – und 22 Prozent haben schon mal ein Elektrogerät im Hausmüll entsorgt, weil sie nicht wussten, wie es richtig zu entsorgen ist.

Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren, die Ende 2021 erstmals veröffentlicht wurde. Bitkom begrüßt daher ausdrücklich, dass von 1. Juli an auch Discounter ab einer Fläche von 800 Quadratmetern alte Elektrogeräte zurücknehmen, wenn sie mehrmals im Jahr oder dauerhaft Elektro- und Elektronikgeräte verkaufen.

„Wir müssen in Deutschland und Europa eine lückenlose Kreislaufwirtschaft entwickeln – und diese lebt vom Mitmachen. Niedrigschwellige Angebote helfen den Verbraucherinnen und Verbrauchern dabei, ausrangierte oder defekte Geräte fachgerecht zu entsorgen. In den Hausmüll gehören sie auf keinen Fall“, betont Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Noch funktionsfähige Geräte sollten überdies gespendet oder weiterverkauft werden.“

Bitkom empfiehlt Nutzerinnen und Nutzern in diesem Zusammenhang, auf den Geräten vor der Rück- oder Weitergabe private Daten zu löschen. Dazu zählen etwa das Adressbuch, Profile bzw. Log-ins von sozialen Netzwerken, Online-Banking-Zugänge oder auch Fotos und Videoclips. Am einfachsten ist es, alle Nutzerdaten des Telefons über entsprechende Funktionen („Zurücksetzen des Gerätes“) komplett zu löschen. Zuvor sollte das Gerät, wenn möglich, verschlüsselt werden. Bei neueren Smartphones ist dies bereits werksseitig voreingestellt.

Bei älteren Geräten lässt sich die Verschlüsselung in den Einstellungen für den internen Speicher bzw. unter dem Punkt Sicherheit einstellen, wo es den Punkt „Gerät verschlüsseln“ gibt. Wichtig: Die SD-Karte nicht vergessen! Vor dem Verkauf oder der Weitergabe sollte sie am besten entfernt oder mit speziellen Tools überschrieben werden. Und auch die SIM-Karte nicht vergessen: Entfernen oder dreimal sowohl die PIN als auch den PUK falsch eingeben, um sie unbrauchbar zu machen.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom im September 2021 durchgeführt hat. Dabei wurden 1.005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ.

 

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