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Schon eine einzelne Drohne kann den Betrieb eines Flughafens binnen Minuten lahmlegen. Genau diese Schwachstelle will der Bund schließen – und ist dabei weiter vorangekommen als je zuvor. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hat sich am Flughafen Stuttgart gemeinsam mit Baden-Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi über das neue Detektionssystem der Deutschen Flugsicherung (DFS) informiert, das dort in Betrieb geht.

Stuttgart ist dabei kein Einzelfall. Gemeinsam mit Hamburg kommen am Montag zwei weitere Standorte hinzu, womit sieben der acht großen deutschen Verkehrsflughäfen im An- und Abflugbereich mit der neuen Technik ausgestattet sind. Im Laufe der Woche folgt Leipzig/Halle. Damit ist die erste Ausbaustufe an allen acht großen Airports vollständig umgesetzt.

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„Wenn eine Drohne in der Nähe eines Flughafens auftaucht, müssen wir das frühzeitig wissen“, sagte Bilger. Deshalb baue man die Drohnendetektion konsequent aus. Die Technik schaffe „eine wichtige technische Grundlage, um mögliche Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und die zuständigen Stellen schnell zu informieren“, so der Minister weiter.

Für das Land sieht Nicole Razavi in der Inbetriebnahme ein eingelöstes Versprechen. Es werde „nicht nur über die Gefahren unbemannter Luftfahrzeuge gesprochen, sondern es folgen ganz konkrete Taten“, betonte sie. Der Schutz kritischer Infrastruktur und die Sicherheit der Passagiere erforderten eine fortlaufende Anpassung an eine veränderte Sicherheitslage. Mit der neuen Technik, so Razavi, bekomme man „die Augen, die wir im entscheidenden Moment brauchen“ – ohne den Flugverkehr unverhältnismäßig zu beeinträchtigen.

Technisch übernimmt die DFS die Erkennung im relevanten Luftraum und meldet mögliche Gefährdungen an die zuständigen Stellen. So lassen sich Informationen schneller bündeln und Lagen früher bewerten. Entscheidend ist die klare Rollenverteilung: Während die Flugsicherung detektiert, bleiben für die aktive Abwehr von Drohnen die Sicherheitsbehörden verantwortlich, allen voran die Bundespolizei. Beide Ebenen greifen eng ineinander.

Koordiniert wird das Zusammenspiel vom Bundesverkehrsministerium, das dafür mit dem Innenministerium, der DFS, der Bundespolizei und den Flughäfen zusammenarbeitet. Ziel ist ein abgestimmtes Lagebild, das relevante Informationen rasch zusammenführt und an die jeweils zuständige Stelle weiterleitet.

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Mit dem Abschluss der ersten Ausbaustufe ist das Projekt allerdings nicht beendet. Als nächster Schritt folgt die Ausstattung der übrigen von der DFS betreuten Verkehrsflughäfen. Die dauerhaften Detektionssysteme sollen dort schrittweise bis Ende Januar 2027 in Betrieb gehen.

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