Foto: Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
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Rund 12,7 Millionen Euro fließen vom Land in den Neubau der Anne-Frank-Schule in Saarlouis. Den Förderbescheid überreichten Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Innenminister Reinhold Jost und Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot direkt vor Ort an Landrat Patrik Lauer. Das Geld setzt sich zusammen aus BAUSTEIN-Mitteln in Höhe von 5.302.155 Euro und einer Bedarfszuweisung von 7.391.242 Euro.

Die Summe stammt aus dem Transformationsfonds und ergänzt eine Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau über 375.000 Euro. Insgesamt kostet das Vorhaben rund 20,5 Millionen Euro. Den kommunalen Eigenanteil von etwa 7,4 Millionen Euro trägt der Landkreis Saarlouis selbst.

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Für Rehlinger ist die Investition weit mehr als eine Bauangelegenheit. „Wir investieren kraftvoll in unsere Schulen: in neue Gebäude ebenso wie in die Modernisierung vorhandener“, betonte die Ministerpräsidentin. Jeder Euro, der in moderne Gebäude, besseres Lernmaterial oder die Ausbildung von Lehrkräften fließe, zahle sich mehrfach aus. Gerade eine Schule mit dem Namen Anne Franks erinnere täglich daran, dass Demokratie Tag für Tag gelebt werden müsse.

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Landrat Lauer sieht in Saarlouis nicht nur ein neues Schulgebäude entstehen. An der Anne-Frank-Schule, einer Förderschule für den Bereich Lernen, wachse langfristig ein ganzer inklusiver Bildungscampus. Dieser werde die Schulgemeinschaften der Gemeinschaftsschule In den Fliesen und der Förderschule auf mehreren Ebenen zusammenführen. „Das ist gleichermaßen innovativ wie zeitgemäß – und wird sicherlich beispielgebend für weitere Projekte sein“, so Lauer.

Konkret entstehen 18 Klassen- und sechs Differenzierungsräume für derzeit 217 Schülerinnen und Schüler, aufgeteilt auf Grund- und Hauptstufe. Dazu kommen Fachräume für Metall, Holz, Kunst, Naturwissenschaften und Nähen sowie ein Bewegungsraum, eine Lehrküche und ein Spiel- und Leseraum. Flure und Halle lassen sich zum Aufenthalt und für Bewegung wie Klettern nutzen. Eigene Räume sind zudem für das Förderzentrum für Inklusion und das Zentrum für schulische Rehabilitation vorgesehen.

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Auch energetisch soll das Gebäude dem neuesten Stand entsprechen. Begrünte Dächer tragen Photovoltaikanlagen, geheizt und gekühlt wird über Wärmepumpen und Fernwärme. Moderner Sonnenschutz und entsprechende Verglasungen reduzieren den Wärmeeintrag, alle Gebäudeteile sind nach aktuellen Standards gedämmt.

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Bildungsministerin Streichert-Clivot rückte die pädagogische Seite in den Vordergrund. An der Schule begleiteten engagierte Lehr- und Fachkräfte junge Menschen mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen. Mit dem Neubau investiere das Land „nicht nur in ein modernes Schulgebäude, sondern vor allem in mehr Teilhabe, bessere Bildungschancen und die Möglichkeit für junge Menschen, ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten“.

Innenminister Jost verwies darauf, dass das BAUSTEIN-Programm nach einer Evaluation grundlegend überarbeitet wurde, um Bürokratie abzubauen und den Kommunen mehr Flexibilität zu geben. Dadurch stehe das Geld schneller zur Verfügung. Insgesamt bündelt das Programm innerhalb von fünf Jahren Bundes-, Landes- und EU-Mittel in Höhe von mindestens 232,85 Millionen Euro. Der Neubau in Saarlouis zeigt dabei exemplarisch, wie sich Landesmittel, Bundesförderung und kommunale Eigenmittel verzahnen lassen, um auch größere Bauprojekte zu stemmen.

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