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Unterschiedliche politische Hintergründe, aber ein gemeinsames Anliegen: Auf dem Christian-Weber-Platz kamen am 24. Oktober erneut Frauen aus verschiedenen Fraktionen, parteilose Bürgerinnen und weitere Interessierte zusammen. Bei der zweiten Veranstaltung der Initiative „Frauen für Demokratie“ ging es um Austausch, Gleichberechtigung und die Frage, wie demokratisches Engagement ganz konkret vor Ort aussehen kann.

Nicht nebeneinander Wahlkampf machen, sondern miteinander ins Gespräch kommen – genau dieser Gedanke stand auch bei der zweiten Ausgabe von „Frauen für Demokratie“ im Mittelpunkt. Organisatorin Teresa Stolz-Fernandez und ihre Mitstreiterinnen hatten erneut auf den Christian-Weber-Platz eingeladen. Dort entwickelte sich im Laufe des Nachmittags ein reger Austausch mit Passanten. Frauen aus unterschiedlichen politischen Zusammenhängen kamen miteinander ins Gespräch, ebenso parteilose Besucherinnen. Und auch Männer blieben stehen, hörten zu und beteiligten sich an den Diskussionen.

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Für Stolz-Fernandez war gerade diese Offenheit ein wichtiger Teil der Aktion. Demokratie, so die Idee der Initiative, soll nicht nur dort stattfinden, wo ohnehin alle einer Meinung sind. Entscheidend sei vielmehr, miteinander zu reden, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten und trotz politischer Unterschiede gemeinsame demokratische Grundlagen nicht aus dem Blick zu verlieren.

Dabei ging es an diesem Nachmittag ausdrücklich auch um die Rolle von Frauen in Politik und Gesellschaft. Christine Maurer und Karina Kloß griffen das Thema mit ihrer Performance und Lesung „Sichtbarkeit von Frauen in der Demokratie“ auf. Im Mittelpunkt stand die Frage, welchen Platz Frauen in demokratischen Prozessen einnehmen – früher, heute und künftig.

Denn obwohl Frauen längst in Parlamenten, Verwaltungen, Vereinen und vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen Verantwortung übernehmen, bleibt die Frage nach gleichberechtigter Teilhabe aktuell. Die Veranstaltung wollte deshalb auch Frauen ermutigen, sich einzumischen, ihre Positionen öffentlich zu vertreten und politische wie gesellschaftliche Debatten mitzugestalten.

Besuch vom Frauenrat und der Bildungsministerin

Unter den Gästen war auch Camilla Atmer-Steitz, stellvertretende Vorsitzende des Frauenrats Saarland. Sie informierte sich vor Ort über die Initiative und kam mit den Teilnehmerinnen ins Gespräch. Auch die saarländische Ministerin für Bildung und Kultur, Christine Streichert-Clivot, besuchte die Veranstaltung auf dem Christian-Weber-Platz. Unterstützung gab es zudem vom Bündnis für Homburg, das ebenfalls vor Ort vertreten war.

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Dass Vertreterinnen unterschiedlicher politischer Richtungen bei der Aktion zusammenkamen, gehörte dabei ausdrücklich zum Konzept. Nicht die jeweilige Parteizugehörigkeit sollte im Vordergrund stehen, sondern die gemeinsame Auseinandersetzung mit demokratischen Grundwerten, Gleichberechtigung und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Gespräche statt großer Bühne

Der Charakter der Veranstaltung blieb bewusst niedrigschwellig. Statt langer Reden ging es vor allem um Begegnungen direkt auf dem Platz. Passanten konnten stehen bleiben, Fragen stellen, diskutieren oder einfach zuhören. Aus kurzen Kontakten entwickelten sich so immer wieder längere Gespräche.

Gerade darin sieht Stolz-Fernandez den Sinn der Initiative: Demokratie soll nicht als abstrakter Begriff behandelt werden, sondern dort stattfinden, wo Menschen im Alltag aufeinandertreffen. Die Resonanz auf die zweite Veranstaltung wertete die Organisatorin entsprechend positiv. Neben bereits politisch engagierten Frauen hätten sich auch Menschen beteiligt, die bislang keinen direkten Bezug zur Initiative hatten.

Gemeinsam – ohne einer Meinung sein zu müssen

„Frauen für Demokratie“ zeigte damit zum zweiten Mal einen Ansatz, der gerade von den politischen Unterschieden seiner Teilnehmerinnen lebt. Denn gemeinsames demokratisches Engagement bedeutet nicht, bei jedem politischen Thema dieselbe Position vertreten zu müssen. Der Nachmittag auf dem Christian-Weber-Platz setzte vielmehr darauf, das Gemeinsame dort zu suchen, wo die Unterschiede beginnen: beim Respekt vor anderen Meinungen, bei der Bereitschaft zum Gespräch und bei der Überzeugung, dass Demokratie Beteiligung braucht.

Nach der zweiten Ausgabe soll dieser Gedanke in Homburg weitergetragen werden. Und vielleicht war das stärkste Signal des Nachmittags deshalb gar kein einzelner Redebeitrag: Es waren Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen, die gemeinsam auf einem Platz standen – und miteinander statt übereinander redeten.

Alle Bilder: Friedel Simon

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