Der FC 08 Homburg hat im Flutlichtduell mit Eintracht Trier gute Phasen und zwei große Schlussmöglichkeiten, doch der erlösende Treffer fällt nicht.
Der FC 08 Homburg hat sich im Flutlichtduell mit Eintracht Trier 0:0 getrennt. Der entscheidende Moment gehörte den Grün-Weißen in der 85. Minute: Hilal El-Helwe schob nach einem Steckpass von Birkan Celik den Ball ins Netz, stand beim Zuspiel aber im Abseits. So blieb es in einer Partie mit wechselnden Druckphasen beim torlosen Remis.
Homburg begann mit etwas mehr Ballbesitz, doch Trier setzte früh den ersten Warnschuss. Sinan Tekerci brachte eine Flanke gefährlich in Richtung FCH-Tor, Jonas Weyand lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte. Danach fanden die Gäste besser in ihre Angriffsmuster, während Homburg in der Defensive gefordert war. Mit zunehmender Dauer der ersten Hälfte übernahmen die Gastgeber jedoch mehr Initiative.
Die beste Homburger Möglichkeit vor der Pause hatte Marc Ehrhart in der 29. Minute. Er eroberte den Ball an einem Trierer Verteidiger, lief frei auf Leon-Oumar Wechsel zu, doch der Schlussmann der Eintracht blieb im Eins-gegen-eins Sieger. Auch danach blieb Ehrhart präsent: Ein Abschluss nach Vorarbeit von Julian Günther-Schmidt wurde geblockt, und nach Ehrharts Solo kam Kristijan Taseski im Strafraum zum Schuss, setzte den Ball aber knapp vorbei. Die Grün-Weißen hatten sich vor der Pause ein Übergewicht erarbeitet, ohne es in einen Treffer zu verwandeln.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zunächst eng und chancenarm. Trier kam über mehrere Eckbälle, die Homburger Defensive klärte eine Hereingabe auf den kurzen Pfosten und verteidigte auch die folgende kurze Variante. Erst im letzten Drittel zog der SVE das Tempo an, setzte sich länger in der Homburger Hälfte fest und suchte den Abschluss. Weyand hielt einen Distanzversuch von Christopher Wähling sicher, ehe er in der 72. Minute einen direkten Freistoß von Shawn Blum aus der Ecke holte.
Homburg antwortete auf diese Trierer Druckphase. Der eingewechselte El-Helwe prüfte Wechsel aus der Distanz, später wurde Ehrhart nach einem Pass in die Tiefe im letzten Moment entscheidend geblockt. In der 80. Minute fehlte erneut nicht viel: Nach Tim Steinmetz‘ Flanke lenkte Ehrhart den Ball Richtung lange Ecke, doch Wechsel tauchte ab und parierte. Wenig später schien El-Helwe dann den Bann zu brechen. Der Jubel im Waldstadion verstummte jedoch unmittelbar, weil die Fahne wegen Abseits hochging.
In der Nachspielzeit drängte der FCH noch einmal auf den Sieg. El-Helwe kam nach einer weiteren Steinmetz-Flanke zum Kopfball, die Trierer Defensive entschärfte den Versuch. Kristijan Taseskis letzter Distanzschuss ging am Tor vorbei. So endete ein intensives Duell ohne Treffer, in dem beide Mannschaften ihre Phasen hatten – und Homburg dem späten Sieg durch den aberkannten Treffer am nächsten kam.


















