Ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen – gesetzt von 1.389 Menschen, die 24 Stunden lang liefen, walkten und feierten: Der 21. Solilauf in der Gustav-Clauss-Anlage ist zu einem der beteiligungsstärksten seiner Geschichte geworden. „Wir sind überwältigt von der großen Beteiligung und dankbar für alle, die gelaufen, geholfen, gespendet und mit uns gefeiert haben“, sagt Gabi Strobel vom Organisationsteam.
Bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein herrschte über das gesamte Wochenende eine ausgelassene Stimmung. Gelaufen wurde rund um die Uhr – allein, in Mannschaften und Staffeln, am helllichten Tag ebenso wie mitten in der Nacht. Dass die Zahl der Teilnehmenden seit Jahren kontinuierlich steigt, freut Strobel besonders.
Die zurückgelegten Distanzen sprechen für sich. Jonas Hoffmann sicherte sich mit beachtlichen 173,8 Kilometern den Gesamtsieg. Bei den Frauen setzte sich Gisela Vordermanns mit 138,95 Kilometern an die Spitze. Als beste Mannschaft und zugleich stärkstes Staffelteam ging HiOrgServer aus dem Rennen hervor.
Den Startschuss gab Staatssekretärin Beena Altesleben aus dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, die den Schirmherrn Dr. Magnus Jung vertrat. Viele Läuferinnen und Läufer blieben über Nacht und machten den Solilauf einmal mehr zu dem, was ihn seit 21 Jahren prägt: ein großes Fest der Nächstenliebe.
Dazu trug auch das dichte Rahmenprogramm bei. Über die volle Dauer der Veranstaltung sorgten zahlreiche Bands für Musik, am Samstagabend brachte die Sunny Hill Group das Publikum in Partystimmung. Ein besonderer Moment war der ökumenische Open-Air-Gottesdienst am Sonntag, der den Gedanken von Gemeinschaft und Solidarität noch einmal aufgriff. Durch das Programm führten Sonja Marx und Olli Reiter. Für einen Hingucker sorgten zudem Innenminister Reinhold Jost und St. Ingberts Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer am Grillwagen – unter dem Motto „Jost am Rost, Meyer am Feuer“.
Hinter dem reibungslosen Ablauf steckt vor allem die Arbeit vieler Freiwilliger. „Ein solches Wochenende wäre ohne die vielen Menschen hinter den Kulissen nicht möglich“, betont Strobel und dankt jenen, die aufgebaut, gekocht, gegrillt, die Strecke betreut und nachts durchgehalten haben. Auch Sponsoren, Musikerinnen und Musiker sowie alle Spenderinnen und Spender schließt das Orgateam in seinen Dank ein.
Wie hoch die Spendensumme am Ende ausfällt, steht noch nicht fest. Erst im Winter, wenn alle Überweisungen eingegangen und ausgezählt sind, wird das endgültige Ergebnis vorliegen. Sämtliche Ergebnisse finden sich unter www.solilauf.org.




















