Nirgendwo in Deutschland engagieren sich so viele Menschen in Vereinen wie im Saarland. Das bestätigt eine aktuelle Auswertung des Stifterverbands, die unter dem Namen „Zivilgesellschaft in Zahlen“ (ZiviZ) am Mittwoch, 2. September, veröffentlicht wurde. Auf jeweils 1.000 Einwohner kommen im Land 10,6 eingetragene Vereine – ein Wert, der den bundesweiten Durchschnitt von rund 7,5 klar in den Schatten stellt.
Dass es sich dabei nicht um eine Momentaufnahme handelt, zeigt der Blick auf die vergangenen Jahre. Waren 2012 noch 9.932 Vereine registriert, sind es heute 10.704. Bemerkenswert ist vor allem die Beständigkeit: Im Saarland werden vergleichsweise wenige Vereine wieder aufgelöst. Das ehrenamtliche Leben wächst also nicht nur, es hält auch.
Für Ministerpräsidentin Anke Rehlinger ist diese Entwicklung mehr als eine erfreuliche Statistik. „Das Saarland ist Vereinsland. Unsere Vereine und die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, sind das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Miteinanders“, betonte sie. Sie übernähmen Verantwortung, brächten Menschen zusammen und gestalteten die Heimat aktiv mit.
Die Landesregierung räumt der Förderung des Ehrenamts nach ihren Worten einen besonderen Stellenwert ein. „Ich freue mich, dass das in unseren Vereinen auch spürbar wird – das ist ein echter Gewinn für uns alle“, so Rehlinger weiter. Ein Baustein dieser Unterstützung hat sich über die Jahre besonders bewährt.
Gemeint ist das Programm „Saarland zum Selbermachen“, das seit 2013 gemeinnützige Vorhaben von Vereinen, Initiativen und Bürgerinnen und Bürgern unbürokratisch begleitet. Bis zu 3.000 Euro fließen dabei in einzelne Projekte. Insgesamt kamen so bereits 565 Vorhaben zusammen, die mit rund 1,08 Millionen Euro auf den Weg gebracht wurden.
Wie vielfältig dieses Engagement ausfällt, wurde am Mittwoch in der Ursapharm-Arena in Elversberg deutlich. Dort zeichnete Rehlinger die 63 Projektträger der 26. und 27. Förderrunde aus, die zusammen mit 111.000 Euro unterstützt wurden. Hinter den geförderten Vorhaben stehen überwiegend saarländische Vereine, die sich unterschiedlichster Aufgaben für die Allgemeinheit annehmen.
Die Bandbreite reicht dabei von Sportvereinen wie dem FV 09 Schwalbach oder dem Tennisclub Blau-Weiß Homburg über kulturelle Initiativen wie die Geschichtswerkstatt Wadrilltal bis hin zu sozialen Trägern wie den Maltesern, der AWO oder dem Tiernotruf Saarland. Auch kleinere Dorfgemeinschaften, Karnevalsgesellschaften, Angelsportvereine und einzelne engagierte Bürgerinnen und Bürger finden sich unter den geförderten Projektträgern.
Weitere Informationen zum Programm gibt es unter www.saarland.de/saarland-zum-selbermachen.




















