Mit der Infoaktion am 12. August in Homburg setzen sich Prof. Dr. Thorsten Keßler (links) und Prof. Dr. Jörn Schattenberg (rechts) vom Universitätsklinikum des Saarlandes gemeinsam für Herz- und Lebergesundheit ein. Foto: Christian Schütz/ UKS
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Ein signalroter Bus, ein paar einfache Messungen und die Chance, dem eigenen Herzen einen Gefallen zu tun: Am Mittwoch, 12. August 2026, kehrt der Infobus der Kampagne „Herzenssache Lebenszeit“ nach Homburg zurück. Von 10 bis 16 Uhr steht er in der Innenstadt „Am Rondell“, eingebettet zwischen Talstraße und Bahnhof. Fachleute des Universitätsklinikums des Saarlandes beraten dort kostenlos rund um die Themen Herz- und Lebergesundheit – ein Angebot, das sich an alle Interessierten richtet.

Der Hintergrund ist medizinisch eng verzahnt. Viele Risikofaktoren erhöhen zugleich die Gefahr für Herz-Kreislauf- und für Lebererkrankungen. Als besonders tückisch gilt das sogenannte metabolische Syndrom, bei dem Übergewicht, Bluthochdruck, Störungen des Fettstoffwechsels und eine Insulinresistenz in wechselnden Kombinationen zusammenkommen. Genau deshalb ziehen am UKS zwei internistische Kliniken an einem Strang.

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Auf der einen Seite steht die Klinik für Innere Medizin II mit den Schwerpunkten Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährungsmedizin unter Leitung von Prof. Dr. Jörn Schattenberg. Auf der anderen die Klinik für Innere Medizin III für Kardiologie und kardiovaskuläre Intensivmedizin, geführt von Prof. Dr. Thorsten Keßler. Beide Klinikdirektoren beteiligen sich in diesem Jahr gemeinsam mit ihren Teams an der Aufklärungsinitiative, die von Boehringer Ingelheim ins Leben gerufen wurde.

Am Bus können Besucherinnen und Besucher im direkten Gespräch offene Fragen klären und ihr persönliches Risiko einschätzen lassen – etwa für Adipositas, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen oder eine metabolisch bedingte Fettlebererkrankung. Zur Orientierung werden Werte wie Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin und Leberenzyme gemessen. Ergänzendes Informationsmaterial klärt über die einzelnen Risikofaktoren auf.

Warum diese frühe Aufmerksamkeit entscheidend ist, erklärt Prof. Dr. Keßler: „Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen häufig nicht plötzlich, sondern entwickeln sich über Jahre aus zunächst unbemerkten Risikofaktoren. Bluthochdruck, erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte oder Übergewicht sollten deshalb frühzeitig erkannt und behandelt werden. Der Infobus bietet eine gute Gelegenheit, Menschen niedrigschwellig zu erreichen und für ihr persönliches Risiko zu sensibilisieren.“

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Sein Kollege Prof. Dr. Schattenberg betont das Zusammenspiel der Fachrichtungen: „Durch die Beratung der Menschen vor Ort möchten wir das Bewusstsein für die Anzeichen des metabolischen Syndroms erhöhen und dadurch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie metabolisch assoziierte Fettlebererkrankungen verhindern. Bedeutsamerweise arbeiten unsere Kliniken hierbei gemeinsam Hand-in-Hand.“

Die Homburger Station ist nur ein Halt einer bundesweiten Tour. Unter dem Motto „Risikofaktoren vermeiden – Lebensqualität erhöhen“ fahren die roten Busse der Initiative quer durch Deutschland. In bis zu 100 Städten informieren Fachleute regionaler Partner wie Diabetologen, Kardiologen und Neurologen ebenso wie Vertreter von Selbsthilfegruppen und Krankenkassen die Besucher – überall kostenlos. Weitere Details gibt es online unter herzenssache-lebenszeit.de. In Homburg freuen sich die Klinikdirektoren und ihre Teams jedenfalls darauf, ab 10 Uhr mit möglichst vielen Interessierten ins Gespräch zu kommen.

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