Foto: AWO Saarland/ BeckerBredel
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Hundert Menschen haben sich im Oktober für einen Weg entschieden, der sie in eine der gefragtesten Branchen des Landes führt: An der AWO-Akademie in Saarbrücken-Malstatt begann für sie die Ausbildung in der Pflege. Landesgeschäftsführer Jürgen Nieser und Pflegedirektor Torsten Schmittberger hießen den Nachwuchs persönlich willkommen.

„Sie haben sich für einen Beruf entschieden, der Menschen begleitet, unterstützt, stärkt und oft in besonders wichtigen Momenten des Lebens zur Seite steht“, sagte Nieser zum Auftakt. Pflege verlange fachliche Kompetenz, zugleich aber auch Herz, Menschlichkeit und ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein. Von den neuen Auszubildenden streben 57 den Abschluss als Pflegefachkraft an, 43 werden zu Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten ausgebildet.

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Foto: AWO Saarland/ BeckerBredel

In vier Kursen bereiten sich die Teilnehmenden künftig sowohl in der Akademie als auch in ihren Ausbildungsstellen auf den Berufsalltag vor. Bemerkenswert ist dabei die Spannbreite der Lebensläufe: Der jüngste Teilnehmer ist 16 Jahre alt, der älteste fast 60. Weiterqualifizierung und beruflicher Neustart gehören für die AWO ausdrücklich dazu.

Mindestens ebenso vielfältig ist die Herkunft der neuen Jahrgänge. Allein unter den angehenden Pflegefachkräften sind 15 Nationen vertreten, bei den Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten sechs. Insgesamt bringen 38 Auszubildende einen Migrationshintergrund mit. „Das zeigt eindrucksvoll, wie international, offen und vielfältig Pflege heute ist“, betonte Nieser. Auch die Geschlechterverteilung spreche eine klare Sprache: Mit einer Männerquote von 42 Prozent bei den Fachkräften und 39 Prozent bei den Assistenzkräften sei Pflege längst keine Frage des Geschlechts mehr.

Besonders hob der Landesgeschäftsführer jene hervor, die über eine Einstiegsqualifizierung zum Kurs gefunden haben oder nach der Schließung des Ford-Werkes nun einen neuen beruflichen Weg einschlagen. Er machte den Neuankömmlingen keine falschen Versprechungen: Sie würden viel lernen, Herausforderungen meistern, Erfolge feiern – und manchmal auch an ihre Grenzen stoßen. Allein gelassen werde dabei jedoch niemand, versicherte er mit Blick auf Praxisanleitungen, Lehrkräfte und Kolleginnen und Kollegen in den Einrichtungen.

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Dass der Start bei der AWO eine gute Entscheidung sei, begründete Nieser auch mit der Größe des Trägers. Als fünftgrößter Arbeitgeber im Saarland und einer der größten Ausbildungsträger biete der Verband vielfältige Karrierechancen im eigenen Haus. Rund 4600 Mitarbeitende versorgen in 26 Seniorenzentren im Saarland sowie in Baumholder mehr als 2500 Menschen. Pflegedirektor Torsten Schmittberger sprach von einem „Verband mit ganz viel Power“, von dem die Auszubildenden profitieren könnten. Willkommen geheißen wurden dabei nicht nur die eigenen Schülerinnen und Schüler, sondern ausdrücklich auch jene aus externen Ausbildungsbetrieben.

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