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Wer aktuell tanken muss, kommt am günstigsten weg, wenn er im Saarland oder in einem der drei Stadtstaaten unterwegs ist. Das geht aus der jüngsten Auswertung des ADAC hervor, die die Kraftstoffpreise in allen 16 Bundesländern miteinander vergleicht. Bei Diesel drängen sich mit Berlin und Bremen ebenfalls zwei Stadtstaaten an die Spitze des Rankings. Am tiefsten in die Tasche greifen müssen dagegen Autofahrer in Sachsen und Thüringen beim Benzin sowie in Hessen und Nordrhein-Westfalen beim Diesel.

Die konkreten Zahlen zeigen ein enges Rennen. Im Saarland kostet ein Liter Super E10 derzeit 2,052 Euro, dicht dahinter folgt Berlin mit 2,053 Euro. Am oberen Ende der Skala steht Sachsen mit 2,097 Euro, knapp davor liegt Thüringen bei 2,093 Euro. Beim Diesel führt Berlin mit durchschnittlich 2,080 Euro je Liter, gefolgt von Bremen mit 2,087 Euro. Hessen bildet mit 2,126 Euro das Schlusslicht, Nordrhein-Westfalen liegt mit 2,118 Euro nur unwesentlich darunter.

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Hinter den Unterschieden steckt aus Sicht des ADAC vor allem ein Faktor: der Wettbewerb. Wo viele Tankstellen dicht beieinander liegen, drücken sie sich gegenseitig die Preise. Genau das erklärt, warum das Saarland und die Stadtstaaten nicht nur zufällig, sondern immer wieder ganz vorne auftauchen. In dünn besiedelten Flächenländern wie Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern fehlt dieser Druck oft. Dort entstehen teils lokale Monopole, weil schlicht die Alternativen fehlen.

Bemerkenswert ist diesmal, wie eng die Bundesländer beieinander liegen. Beim Super E10 trennen das günstige Saarland und das teure Sachsen gerade einmal 4,5 Cent, beim Diesel sind es zwischen dem Spitzenreiter Berlin und dem Nachzügler Hessen 4,6 Cent. Große Sprünge sieht die Landkarte der Spritpreise derzeit also nicht.

Allerdings ist das Preisniveau insgesamt hoch. Nach dem Auslaufen des Tankrabatts zum 1. Juli und der erneuten Zuspitzung der Lage im Nahen Osten, die den Ölpreis nach oben trieb, haben die Kosten in allen Bundesländern wieder die Zwei-Euro-Marke überschritten. Der ADAC bewertet die aktuellen Preise unabhängig von den regionalen Rangfolgen als schlicht zu hoch.

Dem Verband bleibt daher nur ein Rat an die Verbraucher: erst vergleichen, dann tanken. Wer konsequent die günstigste Station ansteuert, spart am meisten. Welche das in der jeweiligen Umgebung ist, zeigt nach Angaben des ADAC die App „ADAC Drive“, die rund um die Uhr die Preise sämtlicher rund 14.000 Tankstellen in Deutschland abbildet. Genau auf diese Datenbasis stützt sich auch die aktuelle Auswertung, die eine Momentaufnahme vom 16. Juli 2026, 11 Uhr, wiedergibt.

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