Wie erklärt man einem Kindergartenkind, was Künstliche Intelligenz eigentlich kann – und wo ihre Grenzen liegen? In Rentrisch haben die städtischen Kitas Am Stiefel und Am Spellenstein genau das ausprobiert. Unter dem Motto „Mach MInT – Gemeinsam entdecken, forschen und erleben“ luden die beiden Einrichtungen zu einem Familienfest, das sich ganz der frühen MINT-Bildung verschrieb, also den Feldern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
Zahlreiche Familien folgten der Einladung und verbrachten einen Nachmittag zwischen Experimenten, Rätseln und Mitmachstationen. Das Konzept dahinter: Wissen soll nicht erklärt, sondern erlebt werden. An jeder Station standen Kinder und Eltern gemeinsam vor kleinen Aufgaben, die spielerisch ans Entdecken heranführten.
Im mathematischen Bereich wartete eine sogenannte Zahlensafari. Hier wurde gemessen, gewogen und zugeordnet – vom Alltagsgegenstand bis hin zu einem ganzen Baumstamm. Wer mochte, konnte sich zudem am Bau eines eigenen Montessori-Messstabes versuchen. So verwandelte sich abstraktes Zahlendenken in etwas Greifbares, das sich mit den eigenen Händen begreifen ließ.
Besonders viel Andrang herrschte in der Ecke rund um Informatik und Robotik. In einem Programmier-Parcours schlüpften Eltern und Kinder abwechselnd in die Rollen von Programmierer und Roboter und erfuhren so ganz nebenbei, wie Computer Befehle abarbeiten. Eine weitere Station machte mithilfe des sogenannten „Chinesischen Zimmers“ nachvollziehbar, wie Künstliche Intelligenz funktioniert – und wo ihre Grenzen liegen. Lernroboter wie Photon und Cubetto durften durch Hindernisparcours gesteuert werden, während es darum ging, Tierkinder zu finden oder Gefühle zuzuordnen.
Handfest wurde es im Bereich Technik. In einem Greenscreen-Studio entstanden fantasievolle Fotos und kurze Filme, an einer Stop-Motion-Station tüftelten die jungen Gäste an ersten eigenen Animationen. Zum Publikumsliebling avancierte ein pneumatischer Roboterarm aus Holz, der Geschicklichkeit und technisches Verständnis auf die Probe stellte. Auch die Naturwissenschaften kamen nicht zu kurz: Zahlreiche Alltagsexperimente luden zum Ausprobieren ein.
Ein besonderer Moment war der Besuch des SFTZ vom MINT Campus Alte Schmelz. An dessen Mitmachstation durften die Kinder unter fachlicher Anleitung erste Laborerfahrungen sammeln und naturwissenschaftliche Phänomene mit eigenen Augen beobachten. Das Fest zeigte damit, dass Forschergeist keine Frage des Alters ist, sondern schon im Kindergarten geweckt werden kann.
Die beiden Kitas bedankten sich bei allen Familien, den engagierten Mitarbeitenden sowie den Kooperationspartnern CISPA, Festo, Junger Film und dem SFTZ – MINT Campus Alte Schmelz. Deren Stände, Spenden für das beliebte Glücksrad und ihre Präsenz vor Ort trugen maßgeblich zum Gelingen bei. Am Ende war es ein erlebnisreicher Tag für die Kinder – und für die Erwachsenen, die ganz nebenbei sicher auch das ein oder andere dazugelernt haben.





















